Mit diesem ausdrucksstarken Musikvideo rund um die bewegende Geschichte des Protagonisten Ben, seinem Outing als homosexuell und der mutigen Suche nach sich selbst, setzen wir gemeinsam mit der jungen Singer-Songwriterin Heike Ostertag und ihrem Song zum CSD im Juli 2024 ein starkes Statement für Vielfalt & Toleranz in unserer Kirche und Gesellschaft.
/// MATERIALPAKET
Für sämtliche Kontexte der Bildungsarbeit haben wir euch ein qualitätsvolles Materialpaket erstellt, um mit dem Song wirkungsvoll arbeiten zu können.
Unten findet ihr eine SONGANDACHT für die spirituelle Auseinandersetzung, zudem einen von uns erstellten kreativen WORKSHOP zum Thema "Identität & Diversität", wie auch ein NOTENSHEET und CHORSATZ, um den Song ordentlich laut zu machen!
Link zum Materialpaket: https://bdkj.cloud/index.php/s/wzFcEK...
/// SONGANDACHT
1) EINSTIEG
Vermutlich haben viele Menschen irgendwo einen Karton oder etwas ähnliches bei sich stehen, in dem sie Erinnerungen sammeln. Eintrittskarten von Konzerten oder Fußballspielen, Familien- oder Urlaubsfotos und wahrscheinlich vieles mehr. Solche Kartons verraten viel über uns und das, was uns wichtig ist oder mal war. Manchmal stecken auch vergessene Träume darin, Fotos von Idolen und Gedanken, wie wir mal werden wollten, Relikte von den Dingen, die wir gerne mochten, aber das Wissen darüber irgendwie verloren haben. Wer seine Kiste wiederfindet, entdeckt vielleicht auch, dass er sich selbst ganz schön verloren ging.
2) SONG/MUSIKVIDEO ABSPIELEN
3)IMPULSFRAGEN ZUM SONG
Seine eigene Stimme wahr und ernst zu nehmen, dazu bleibt im Alltag manchmal gar keine Zeit. Dazu ist alles andere manchmal auch viel zu laut.
Deshalb könnt ihr euch jetzt die Zeit dazu nehmen. Im Raum verteilt liegen Impulsfragen, ihr dürft nun von Frage zu Frage gehen und diejenigen davon für euch beantworten, die euch gerade am meisten interessieren.
„Schrei den Kummer aus mir raus“
Was bereitet dir Kopfzerbrechen?
„Glaub ich kann mich wieder spürn“
In welchem Moment spürst du dich so richtig?
„Hab schon lang gemerkt, dass mir was fehlt“
Was fehlt dir zu deinem Glück?
„ey manchmal bin ich mir so fremd“
Kennst du das Gefühl dir fremd zu sein? Woher?
„Fremde Stimmen, die mir sagen wer ich bin, such nach Beweisen, die zeigen, dass sie stimm`“
Was sagen andere über dich? Glaubst du ihnen?
„Hab mich schon viel zu lange übersehen“
Was an dir nimmst du vielleicht gar nicht wahr?
„Will der Lärm in mir sein“
Was an dir darf „groß rauskommen“
„hab nur noch funktioniert“
Was machts du, obwohl es dir nicht gefällt?
„alles was ich bin in Kartons gepackt“
Welche deiner Eigenschaften würdest du überallhin mitnehmen?“
„ich will mich endlich hörn“
Was hörst du über dich, wenn du ganz ehrlich zu dir bist?
...wenn alle wieder am Platz sind:
4) BIBELSTELLE VORLESEN ("Der Sturm auf dem See" bei Mk 4,35-41)
5) GEDANKEN ZUR BIBELSTELLE
Jesus ruht in sich. Selbst wenn es um ihn herum stürmt. Selbst wenn andere ihn bedrängen. Ihm sagen, was er machen soll. Wie er sein soll. Ihn bringt das nicht aus der Ruhe. Er weiß, dass er den Sturm stillen kann. Er weiß, wie mächtig seine Stimme ist. Er kennt sich. Er vertraut sich selbst. Er ruht in sich. Er hat seinen Platz gefunden, an dem er sich sicher und wohl fühlt.
Ich vermute aber, dass auch Jesus nicht immer so war. Ich denke, dass auch er erst entdecken musste, wer er war. Sich ausprobieren musste um zu merken, was er konnte und wollte. Auch er musste erst seinen Platz in der Welt finden. Musste sich ein neues Zuhause suchen. Und bestimmt hat er sich dabei auch zwischendurch ganz schön verloren gefühlt. Er hat wahrscheinlich auch schon etlichen Stimmen um sich herum gesagt, dass sie still sein sollen. Hat dem Gegenwind getrotzt und sich abgegrenzt von fremden Erwartungen und Meinungen. Ist vielleicht deshalb bis in die Wüste gegangen. Dorthin wo es ganz still ist und man nichts so gut hört, wie seinen eigenen Herzschlag. Dorthin, wo man sich endlich selbst hört. Und merkt, wer man ist.
6) GEBET ZUM ABSCHLUSS
Vielleicht sind es die leisen Stimmen, Gott,
in denen du besonders zu uns sprichst.
Vielleicht ist deine Stimme ja,
der meinen ganz schön ähnlich.
Vielleicht kann ich dich hörn
wenn ich endlich beginne
wie ich zu klingen.
Amen.
Autorin:
Claudia Weiler
/// CREDITS
„Endlich Hören“,
Text: Heike Ostertag, Musik: Heike Ostertag & Sebastian Heeß
Heike Ostertag (Vocals/Interpretin)
Philipp Adam (E-Gitarren)
Sebastian Heeß (Keys, Co-Produktion)
Aaron Stark (Drums)
Kilian Mohns (Produktion, A-Gitarren, Mix)
Bernhard Hahn (Master)
Film:
Tim-David Specht (Videograph, Schnitt, Konzeption)
Ben Ehmann (Protagonist, Konzeption)
Heike Ostertag (Darstellerin, Konzeption)
Sebastian Heeß (Konzeption)
Eine Produktion von „VOLUME“, Popmusik in der katholischen Jugendarbeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
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