Körper- und Bewegungsorientierte Klassen der Finneck-Schule "Maria Martha"

Опубликовано: 18 Сентябрь 2026
на канале: Stiftung Finneck
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Wir Menschen unterliegen in der frühkindlichen Entwicklung der motorischen Ontogenese, einem Prozess, welcher zwar leicht zeitlich different, jedoch nach gewissen Gesetzmäßigkeiten und Abläufen durchlebt wird. In der normalen Entwicklung führt die Motivation zur Aufrichtung gegen die Schwerkraft sowie zur Haltungssicherung, die erforderlich ist, um eine physische Bewegung ausführen zu können dazu, dass der Mensch das Gehen lernt.
Bei schwerstmehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen, die das Laufen nicht erlernt haben, ist diese Entwicklung an einem bestimmten Punkt unterbrochen und sie können sich von allein nicht weiter entwickeln. Meist bedeutet dann schon das Sitzen im Rollstuhl eine starke Überforderung, weil diese Kinder spontanmotorisch noch bei weitem nicht auf dem Entwicklungsniveau des selbstständigen Sitzens sind. Die daraus resultierenden Überlastungen führen zu Fehlhaltungen, vermehrter Spastik und Fehlwachstum. Eng verbunden ist die motorische Entwicklung mit der gesamten Wahrnehmungsentwicklung und Sprachentwicklung, die einander bedingen und aufeinander aufbauen.
Mit dem fachlichen Ansatz des Pörnbacher Konzeptes soll schwerstmehrfachbehinderten Kindern die Möglichkeit gegeben werden, in ihrem Lernumfeld Entwicklungsfortschritte zu erreichen. Eine notwendige Grundausstattung beinhaltet ein personenbezogener, angepasster Keil als Liegefläche, der das Kind in seiner motorischen Entwicklung unterstützt und damit nicht zwingend das Sitzen im Rollstuhl erfordert.