Die Daten in diesem Bild wurden in nur etwa einer Stunde Beobachtungszeit aufgenommen. Dieses Farbbild wurde durch Kombination von VIS-Daten und NISP-Photometrie in Y- und H-Bändern erhalten; seine Größe beträgt 8800 x 8800 Pixel. VIS und NISP ermöglichen die Beobachtung astronomischer Quellen in vier verschiedenen Wellenlängenbereichen. Ästhetische Entscheidungen führten zur Auswahl von drei dieser vier Bänder, die auf die traditionellen Rot-Grün-Blau-Farbkanäle übertragen werden sollten, die zur Darstellung von Bildern auf unseren digitalen Bildschirmen (RGB) verwendet werden. Die blauen, grünen und roten Kanäle fangen das von Euklid gesehene Universum bei den Wellenlängen 0,7, 1,1 bzw. 1,7 Mikrometer ein. Dies verleiht Euklid eine charakteristische Farbpalette: Heiße Sterne haben einen weiß-blauen Farbton, angeregtes Wasserstoffgas erscheint im blauen Kanal und Regionen, die reich an Staub und molekularem Gas sind, haben einen klaren roten Farbton. Entfernte rotverschobene Hintergrundgalaxien erscheinen sehr rot. Auf dem Bild weisen die Sterne sechs markante Zacken auf, da das Licht bei der Beugung mit dem optischen System des Teleskops interagiert. Ein weiteres Kennzeichen der Spezialoptik von Euklid ist das Vorhandensein einiger weniger, sehr schwacher und kleiner runder Bereiche von unscharfer blauer Farbe. Hierbei handelt es sich um normale Artefakte komplexer optischer Systeme, sogenannte „optische Geisterbilder“. Da sie bei der Datenanalyse leicht zu erkennen sind, stellen sie kein Problem für die wissenschaftlichen Ziele dar.