Der Weg von den Ursprüngen Wiens Mitte des 1. Jahrhunderts n.Chr. bis heute ist mitunter stark beeinflusst von der Donau. Bereits Mitte des 2. Jahrhunderts kommt es im Bereich der röm. Militärsiedlung Vindobona aufgrund von Hochwasser zu massiven Beschädigungen und Zerstörungen. Das wohl schlimmste Hochwasser erfolgt 1501. Es ist der Maßstab für alle folgenden Überlegungen bzgl. Hochwasserschutz. Trotz vieler Gedankenspielereien wird erst um 1780 der erste Schutzdamm im Bereich Floridsdorf erreichtet, der jedoch bereits dem folgenden Hochwasser nicht Stand hält. Die Extremwässer 1830 und 1862 zwingen dann doch zu ernsthaften Handlungen, die schlussendlich nach langanhaltenden Queren zur ersten Donauregulierung 1870 bis 1875 führen. Weitere Hochwässer in den Jahren 1897, 1899 und insbesondere 1954 zeigen, dass diese Regulierung nicht ausreichend vor weiteren Überschwemmungen schützt. In der Folge kommt es in den Jahren 1972 - 1988 zur Schaffung der Neuen Donau mit der Donauinsel. Basis der Berechnungen war das Jahrtausendhochwasser aus dem Jahre 1501.