Facebook: / killifische.info
Web: http://www.killifische.info/
Aquarien Fotografie / Ausrüstung / Fotobecken / Kameraeinstellung
Mit folgenden Geräten fotografiere ich nun meine Fische:
Kameragehäuse: Nikon D 7000
Objektiv: Nikon AF-S Micro NIKKOR 105 mm 1:2,8G VR
Blitzgeräte: je ein Nikon SB 600, SB 800, SB 910.
Blitzlichtabdeckung für den integrierten Blitz: Nikon SG-3IR IR-Filtervorsatz F.SB-R200
Zwei Stative für Blitzgeräte
Fotobecken
Um kleine Fische optimal fotografisch darzustellen, benötigt man ein Fotobecken. Gerade beim Fotografieren im Makro- Bereich ist die Sauberkeit sehr wichtig. Jede Wasserblase und jeder kleinste Schmutzpartikel findet man auf dem Bild wieder. Nachdem ich einige Jahre schlechte Erfahrung im anlogen Zeitalter mit der Klarheit meiner Aufnahmen gemacht hatte, versuchte ich mir ein optimales Fotobecken zu bauen.
Um gerade den Fotobereich frei von Schmutzpartikeln zu bekommen, ist im vorderen Bereich eine Absaugung erforderlich. Mein Fotobecken 20 X 30 X 20 bekam in fast gleicher Größe eine Filterkammer. Das Wasser wird durch das Lochblech aus Kunststoff angesaugt und durch Filterschwämme und Filterwatte geführt. In der Ecke der Filterkammer fördert eine kleine Kreiselpumpe das Wasser zurück ins Fotobecken. Im hinteren Bereich des Fotobeckens liegt auf einem Stein ein Filterkohlesack, der über den Wasserspiegel hinausragt. Hierüber rieselt das Wasser, so dass es blasenfrei und gereinigt in den Fotobereich gelangt. Der Fotobereich wird durch eine Scheibe vom Dekorationsbereich getrennt. Diese Trennscheibe wird oben durch zwei Wäscheklammern gehalten, dadurch kann man den Fotobereich auf Wunsch vergrößern. Als Bodengrund verwendete ich zunächst einen feinkörnigen, dunkleren Kies. Mittlerweile habe ich mich entschieden das Becken mit Schieferplatten auszukleiden. Im hinteren Bereich des Fotobeckens stehen einige schräg versetzte, dünne Schieferplatten. Sie verdecken den Wassereinlauf. Dünne Schieferplatten benutze ich auch für die Seiten. Eine Schieferplatte, die die Seite der Vorfilterkammer verdeckt, wird im vorderen Bereich mit einigen 3 mm Löcher versehen. Dadurch hat man im Fotobereich eine kleine Strömung. Die Schmutzpartikel der Fische werden so besser abgesaugt. Bei der Planung des Fotobeckens sollte man berücksichtigen, dass man die Frontscheibe und Trennscheibe bei einem Kratzer auswechseln kann. Deshalb empfiehlt es sich, die Frontscheibe etwas dicker mit Silikon einzukleben. So kann man bei Bedarf die Scheibe mit einem Messer besser herausschneiden. Im digitalen Zeitalter lassen sich mit guten Bildbearbeitungsprogrammen Fehler einfach entfernen, so dass eine absolute Sauberkeit nur bedingt erforderlich ist.
Die Dekoration besteht aus einigen Anubia-Pflanzen. Um den Hintergrund in eine bessere Unschärfe bei einer höheren Blende zu bekommen, sollten die Pflanzen etwas entfernt von der Trennscheibe stehen. Das richtige Licht bietet eine Schreibtischlampe für die nötige Schärfeneinstellung.
Durch die digitale Fotografie ist so einiges verbessert und einfacher geworden. Kam es früher nach einigen Tagen beim ersten Sichten der Bilder zu Überraschungen, kann man heute die erstellten Fotos sofort kontrollieren. Fehler können sofort korrigiert werden und man probiert auch schon einmal andere Einstellungen an der Kamera aus. Auch die Infrarot Blitzsteuerung und die Master- Steuerung durch den integrierten Blitz ist sehr vorteilhaft, die Blitze können nun fest platziert werden. Ein geeignetes Fotobecken bringt große Vorteile, auch wenn heute Fehler durch nicht ausreichender Sauberkeit mit Hilfe guter Bildbearbeitungsprogramme beseitigt werden können. Durch das neue Makro- IF Objektiv wird die richtige Schärfeneinstellung noch einfacher und schneller.
Da ich schon mit Nikon analog fotografierte, bin ich bei Nikon geblieben. Es gibt heute auch preisgünstige Nikon-Kameras mit Wechselobjektiven, es sollte nach Möglichkeit aber eine mit einer TTL-Masterblitzsteuerung sein. Wer preisgünstige Nikon SB-R 200 Blitzkopfgeräte benutzen möchte, kann diese ebenfalls einsetzen.
Es muss nicht unbedingt Nikon sein, andere Hersteller bieten auch gute Kameras mit Wechselobjektiven und Blitzsystemen an, die auch für die Aquarienfotografie geeignet sind.
Zum Schluss gibt es noch ein Problem, das ist der Fisch, der sich in die Ecke stellt, keine Farben zeigt, nicht die Flossen strecken will und sich auch nicht von der teureren Fotoausrüstung beeindrucken lässt. Gelingt es uns ihm gut zuzureden, so dass er sich von seiner schönsten Seite zeigt, steigt der Adrenalinspiegel und wir fotografieren nur noch wie wild!
Viel Spaß beim fotografieren
Fotos / Photo:
http://www.killi.org/gallery/album.ph...
http://www.chromaphyosemion.de