Der heutige deutsche Nationalrayon Asowo ist einer von zwei deutschen Nationalrayons in Russland. Er ist der kleinste und jüngste von 32 Rayons im Gebiet Omsk, der nach dem Referendum am 17. Februar 1992 gegründet wurde und t 29 Dörfer vereint. Sehr schnell begann sich vieles zu verändern: es wurden Häuser gebaut, öffentliche Institutionen und Wirtschaftsbetriebe gegründet, einheitliche elektrische Netze geschaffen, Straßen und Telekommunikationsnetze verlegt und eine zentrale Wasserversorgung hergestellt.
Heute gibt es im Rayon Asowo 27 Dörfer mit acht großen ländlichen Siedlungen: Asowo, Alexandrowka, Berezowka, Gauf, Swonarev Kut, Prischib, Sosnowka und Zwetnopolje.
Um die Sprache, Kultur und Tradition der Russlanddeutschen zu erhalten und zu entwickeln wurden Voraussetzungen geschaffen. Bereits schon im Kindergarten beginnen die Kleine mit dem Erlernen der deutschen Sprache und der Kultur der Russlanddeutschen, das in der Schule dann erweitert und vertieft wird. Die Basisschulen mit ethnokultureller Komponente dafür sind in Alexandrowka und Zwetnopolje.
Im Rayon Asowo wird aktiv an der Wiederbelebung und Entwicklung der Volkskunst der Russlanddeutschen gearbeitet. Es entstanden Heimatmuseen in Alexandrowka, Zwetnopolje, Pahomowka, Prischib. Die Sammlung des Heimatmuseums in Asowo umfasst mehr als 5.000 Exponate, sie realisiert kulturelle und pädagogische Programme und Führungen. Zum 30-jährigen Jubiläum des Rayons wurde die Ausstellung „Zu Gast bei den Sibirischen Deutschen“ eröffnet, anhand dessen man den Weg der Entstehung und Entwicklung verfolgen kann. Eine große Rolle spielen auch die Zentren der deutschen Kultur, die es in den meisten Dörfern des Rayons gibt.
Vertreter von mehr als 40 Nationalitäten verschiedener religiösen Konfessionen leben im Rayon. Es gibt eine orthodoxe Kirchengemeinde, eine katholische Kirche, ein lutherisches Gotteshaus, das traditionell für die Russlanddeutschen von besonderer Bedeutung ist und ein Bethaus der evangelischen Baptisten.
Der deutsche Nationalrayon Asowo ist weit und breit für seine sportlichen Traditionen bekannt. Stadien, Skibasen, Eishockeyboxen und Sportplätz sorgen für die Entwickeln verschiedener Sportrichtungen. Ständig nehmen die Sportler an Winter- und Sommersport- und Kulturfeiertagen auf lokaler und regionaler Ebene teil und erreichen regelmäßig gute Erfolge- und das schon von klein auf.
Heute ist der Rayon zuversichtlich auf die soziale und wirtschaftliche Entwicklung, die Schaffung anständiger Arbeits- und Erholungsbedingungen, die Erhaltung ethnokultureller Vielfalt, die Wahrung familiärer Werte, die Entwicklung von Freizeit- und touristischem Potenzial ausgerichtet. Die Bewohner des Rayons machen ihn durch ihre tägliche Arbeit und ihre positive Einstellung stärker, komfortabler und gemütlicher.