Im letzten Umweltausschuss war die ungarische Ratspräsidentschaft anwesend.
Wie viele Menschen müssen noch sterben, damit nicht nur an den Folgen, sondern an den Ursachen gearbeitet werden?
Sebastian Everding führte auf, dass 33.000 Menschen in der Europäischen Union jedes Jahr durch multirestistente Keime sterben. Viel zu viele!
Der nicht sinkende Konsum tierlicher „Produkte“ und damit einhergehende Massentierhaltung spielen in dem Zusammenhang eine große Rolle, denn die meisten Antibiotika, die zu gefährlichen Resistenzen für Mensch und Tiere führen, werden in der industriellen Tierhaltung eingesetzt.
Obwohl die Lösung doch so offensichtlich ist: Massentierhaltung reduzieren und im besten Fall jegliche Tierausbeutung stoppen. Dies wäre notwendig, um den dramatisch steigenden Zahlen der Toten und Kranken entgegenzusetzen, erklärt Sebastian der Ratspräsidentschaft. Aber diese bleibt dazu stumm und äußert sich nicht zum Problem, das durch die Massentierhaltung entsteht. Lediglich die aktuelle Lage in den Krankenhäusern will sie angehen. Weder interessiert sie sich für die Situation in der Tierhaltung, noch anerkennt sie offenbar überhaupt den Zusammenhang zwischen der Gesundheit von nichtmenschlichen und menschlichen Tieren bei der Gefahr durch Antibiotika.