Musiala-Vertragsverlängerung? Eberl: "Ich weiß, immer ein Thema" | Mainz - FC Bayern 0:4
Der Mainzer Trainer Bo Henriksen brachte im Vergleich zum 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach ein neues Duo: Bayern-Leihgabe Vidovic und Sieb begannen für Lee sowie Burkardt (Oberschenkelverletzung).
Bayern-Coach Vincent Kompany musste nach dem 5:0 beim VfL Bochum auf Upamecano (Oberschenkelprellung) verzichten und ließ Coman und Olise auf der Bank. Es starteten dafür Dier, Sané und Gnabry.
Erste Kombination, erstes Tor
Es war ein Start nach Maß für die Münchner: Schon der zweite Angriff saß mit einer perfekten Kombination über Davies, Kane und Vollender Musiala, der überlegt ins lange Eck einschob (2.).
Die Gäste diktierten das Geschehen danach klar, ließen Ball und Gegner laufen, agierten sachlich und auf Sicherheit bedacht, allerdings ohne großen Esprit und Nachdruck, um ins letzte Drittel vorzustoßen. Tief gestaffelte Mainzer suchten auf der anderen Seite vergeblich nach Entlastung. Weitere Höhepunkte blieben zunächst Fehlanzeige, für Aufregung sorgte allenfalls eine Zentner-Verletzung an der Augenbraue - Kane hatte den Keeper unabsichtlich getroffen (15.).
Bis zur nächsten zwingenden Aktion dauerte es fast eine halbe Stunde. Zentner konnte Sanés Flachschuss nicht festhalten, der nachsetzende Gnabry scheiterte am Pfosten (27.). Wenig später war es Sané selbst, der nach schnellem Antritt in zentraler Position durchgebrochen an der herausstürzenden Nummer eins der Hausherren scheiterte (31.).
Die 05er hatten eine gute halbe Stunde nur reagieren können, setzten dann aber zwei Offensivakzente. Dier, der Kohr selbst ins Spiel gebracht hatte, reparierte seinen Fauxpas rechtzeitig wieder (32.), Caci traf bei der besten Gelegenheit des FSV bis zur Pause nur das Außennetz (33.).
Musiala schnürt den Dreierpack
Musiala beendete das kurze Aufflackern des Mainzer Offensivgeistes, als er aus leichter Abseitsposition nach Kanes Kopfball einnickte - der Treffer zählte wegen des fehlenden VAR in der 2. Pokalrunde - 2:0 (37.). Zweimal schlug der Favorit bis zur Pause noch zu, zweimal waren die 05er ob des Bayern-Tempos überfordert. Sané (45.+1) und erneut Musiala (45.+4) schraubten das Resultat zum 4:0-Pausenstand hoch.
Bayern im Kontroll- und Energiesparmodus
Musiala hatte mit Wiederanpfiff seine Schuldigkeit mehr als getan, auch Kane blieb in der Kabine. Im Prinzip war die Partie entschieden, der Favorit agierte auch spürbar nicht mehr mit der vollsten Konzentration. Chancen blieben Mangelware, die erste nennenswerte hatten die Gastgeber durch Joker Onisiwo (59.). Es wurde auf beiden Seiten munter gewechselt, der Spielfluss stockte. Unter anderem Goretzka erhielt Spielzeit, der Zentner noch einmal zu einer Glanztat zwang (74.).
Letztlich verwaltete der Rekordpokalsieger das Ergebnis im äußerst höhepunktarmen zweiten Abschnitt souverän und tat nicht mehr als er musste - die Partie plätscherte ihrem Ende entgegen. Mit dem vierten Sieg im vierten Pokalvergleich gegen Mainz ziehen die Bayern ins Achtelfinale ein.