Interview mit Markus Sommer (Kavarmat – Cleansulation Technology).
Anlass: wiederkehrende Funde eines gelben Pulvers in heißen Motor‑/Anlagenbereichen. Im Gespräch ordnen wir das fachlich ein: Entstehung von Chromaten der Oxidationsstufe VI (u. a. Calciumchromat) durch thermochemische Reaktionen zwischen calciumnatriumhaltigen Dämmstoffen und chromhaltigen Heißteilen. Warum das relevant ist: Chrom(VI) ist wasserlöslich, wird inhalativ und dermal aufgenommen, ist genotoxisch/kanzerogen und umweltschädlich. Betroffen sind u. a. Blockheizkraftwerke, Kraftwerks‑ und Industriewärmedämmung, Motorraum‑Isolierungen.
Klartext zum Schutz: STOP‑Prinzip. Erst Substitution geeigneter Dämmstoffe, dann technische Maßnahmen (staubarme Demontage, Kapselung, Unterdruck/HEPA, Nassreinigung), organisatorisch abgrenzen und unterweisen, und persönlich nur mit Vollschutz arbeiten (Anzug mit abgeklebten Nähten, dicht angeschlossene Handschuhe/Schuhe, Vollmaske mit geeignetem partikelfiltrierendem Atemschutz). Schnelltests können Hinweis geben; belastbare Bewertung braucht Laboranalytik und eine saubere Gefährdungsbeurteilung nach GefStoffV/TRGS.
Transparenz: Praxisbeobachtungen und Betriebserfahrungen im Video stammen von Markus Sommer. Die toxikologische Einordnung ist meine fachliche Einschätzung (Donato Muro).
Zum ausführlichen Fachartikel (Interview + Einordnung + Handlungsempfehlungen):
https://sicherheitsingenieur.nrw/chro...
Weiterführende Praxisinfos und Kontakt (Sommer): chromatexperten.de