Zur Zeiten der Corona-Pandemie, in der sozialer Abstand, wie es die Bundeskanzlerin formuliert, zum „Ausdruck von Fürsorge“ wird, gilt auch für unseren Umgang mit dem Internet. Soziale Kontakte, der Job, aber auch der öffentliche Diskurs verlagern sich ins Digitale. Der Virus, so hat es die New York Times formuliert, zwingt uns, „das Internet so zu nutzen, wie es immer gedacht war - um uns miteinander zu verbinden, Informationen und Ressourcen auszutauschen und kollektive Lösungen für dringende Probleme zu entwickeln.“ Doch Fake News, Hassrede und gesellschaftliche Polarisierung sind damit nicht verschwunden. Im Gegenteil: Sie sind mit der Pandemie noch virulenter geworden. Bevölkerungsgruppen verabschieden sich von der Medienberichterstattung und fühlen sich zugleich in der öffentlichen Debatte nicht repräsentiert.
Umso wichtiger wird es, sich darüber zu verständigen, welche Art von Debattenkultur wir uns eigentlich wünschen – und was wir heute dafür tun können?
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