An allem sind die Juden schuld ist ein politisch-satirisches Couplet des deutschen Komponisten Friedrich Hollaender. Es wurde im September 1931 als Teil der Revue Spuk in der Villa Stern in Hollaenders Berliner Kabarett Tingel-Tangel-Theater uraufgeführt.[1] Das Couplet wendet sich gegen das antisemitische Feindbild vom Juden, der „hinter allem Übel dieser Welt steckt“, indem es dieses Feindbild durch die überzeichnende Darstellung seiner typischen Argumentationsweise ad absurdum führt. Die häufig geübte antisemitische Praxis, Schuldzuweisungen gegen „die Juden“ ohne Angabe von Gründen oder mit nicht beweisbaren oder überprüfbaren Argumenten zu rechtfertigen, treibt der Refrain des Liedes ironisch auf die Spitze. Er „beweist“ in tautologischer Argumentationsweise die „Schuld“ der Juden mit der Begründung, sie rühre daher, dass sie „[nun mal] dran schuld seien“.Der Refrain lautet:[2]An allem sind die Juden schuld!Die Juden sind an allem schuld!Wieso, warum sind sie dran schuld?Kind, das verstehst du nicht, sie sind dran schuld.Und Sie mich auch! Sie sind dran schuld!Die Juden sind, sie sind und sind dran schuld!Und glaubst du’s nicht, sind sie dran schuld,an allem, allem sind die Juden schuld!Ach so!
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WEIMAR AM PAZIFIK: In den 1930er und 40er Jahren wurde Los Angeles zum kulturellen Zufluchtsort für eine angesehene Gruppe deutscher und österreichicher Künstler, darunter z. B Billy Wilder, Fred Zinnemann, Thomas Mann und Heinrich Mann, Josef von Sternberg, Bertolt Brecht, Helene Weigel, Vicky Baum, Fritz Lang , Arnold Schönberg, Alfred Döblin, Lion und Martha Feuchtwanger, Josef von Sternberg, William Dieterle, Friedrich Holländer und viele mehr, die aus Nazi-Deutschland geflohen waren. Während ihrer Jahre im Exil schufen sie ein umfangreiches Werk, um die Krise der Moderne zu thematisieren, die sich aus dem Aufstieg des Nationalsozialismus ergab. So lebte ein Teil der untergegangenen Weimarer Republik in Kalifornien am Pazifik weiter. „Weimarer Filmemacher“ wie Billy Wilder oder Fred Zinnemann schufen mit ihren Filmen Some Like It Hot (Billy Wilder,1959), oder High Noon (Fred Zinnemann, 1952) berühmte Hollywood Klassiker. Bergfilm, Horrorfilm, Historien- und Biografiefilm, Strassenfilm, Anklänge des Expressionismus sowie spezifische Licht- und Kameratechniken kamen von Weimar nach Hollywood. Ein Teilvermächtnis ist außerdem der Film noir.Manche Filmhistoriker betonen die Wichtigkeit der Auswanderung Deutscher Filmschaffender vor 1933, welche Grundlage für "Weimar am Pazifik" war. In diesem Zusammenhang sind vorallem Carl Laemmle (Auswanderung 1884, Gründer Universal Studios 1912, Erfinder von Hollywood), Ernst Lubitsch (Berliner Begisseur, Auswanderung 1922) oder Marlene Dietrich (Schauspielerin, Auswanderung 1930 nach der Premiere des Films "Der blaue Engel") zu nennen.Fast die gesamte Filmcrew von Marlene Dietrichs Welterfolg "Der blaue Engel) 1930, wandert die USA nach 1933 aus. Oft half Marlene DIetrich den Auswanderern nach Los Angeles zu kommen und sich dort zu recht zu finden. Beispiele sind: Heinrich Mann (Autor Roman "Professor Unrat"1905, Grundlage für den Film "der blaue Engel" 1930, Flucht aus Nazi Deutschland 1933 nach Frankreich, danach 1940 in die USA), Friedrich Holländer (Musiker Auswanderung nach USA über Paris 1933), Erich Pommer (Produzent, Auswanderung 1933 über Paris nach Hollywood), Josef von Sternberg (Regie, Pendler zwischen Europa und USA seit 1923)
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MARLENE IN HOLLYWOOD
Ein Theaterstück vonHannes Stöhr mit Theater Lindenhof
MitMarlene Dietrichund Josef von Sternberg, Friedrich Hollaender, Carl Laemmle, Emil Jannings, Jean Gabin, James Gavin, Mercedes de Acosta, Claire Waldoff, Lola Lola, Erich Maria Remarque, Erik Charell, Margo Lion, Billy Wilder, Gary Cooper, John Wayne, Fritz Lang, James Steward, Greta Garbo, Piaf, Lotte, Mathilde, Wolfgang, Bernd und Luke u.v.a…Das neue Stück von Hannes Stöhr feiert auf tragikomische Weise die große Filmdiva Marlene Dietrich, die ihre Liebe zu Frauen und Männern zelebrierte. Marlene provozierte und verzauberte mit ihren Auftritten die ganze Welt. Im Exil unter Palmen engagierte sich „Die Dietrich“ für Geflüchtete nach Los Angeles, welches zu „Weimar on the Pacific“ wird. Rollenangebote der Nazis lehnte der Weltstar Marlene kategorisch ab. Im zweiten Weltkrieg singt Captain Dietrich für die Soldaten der Alliierten. Mit Neugier und Humor tauchen wir ein in die Filmwelt der 30er-40er Jahre und die Musik dieser aufgewühlten Zeit.
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