Ein Marxbrüder Lied. Text von Wylde HEMA Studies (https://wyldehemastudies.wordpress.co...) .
Von Ritterlichen Künsten / so will ich heben an /
Singen mit der Fechter günste / wie ichs gelernet han /
Bitt auch ihr Meister alle / Ihr wolt mich recht vorstan /
Und last euch nicht misfallen / was ich getichtet han.
Mein Schwerd hab ich erhaben / nach Künsten Meisterlich /
Hau unten oder oben / den rechten brauch treib ich /
Und wil dich auch probiren / aus rechter meisterschaft /
Schweche und sterck vorführen / aus rechter Künsten krafft.
Wenn muth zu fechten were / der neme sein Schwerd in die hand /
Das Wort (indes) schneit sehre / dem es ist recht bekandt /
Und wer erschrickt gerne / das ist mein bester Rath /
Das er nicht Fechten lehrne / denn es übel anstaht.
Nun merckt (in des) das Worte / da alle Kunst an ligt /
Zornhau d'geht mit orte / behend aus langer schneid /
Aus Gülden kunst ich treibe / den Flügel ins hangend orth /
im Triangel nicht bleibe / des Püffels nicht erwart.
Dabey soltu auch mercken / die vor und nach /
Darzu schweche und stercke / einlauffen sey dir nicht jach /
Dein Schwerd zu beiden henden / die Zeckruhr nicht verlass /
Treib die stück behende / so findestu ihn blos.
Scheitelhau der Kunst ortte / den Schilhau nicht durch lauff /
Und die eiserne Pforte / fürbas so merck auff /
Wiltu von dannen tragen / den Meisterlichen Krantz /
Vier hütten mustu haben / gehören auch an Tantz.
Die wil ich dir jetzt nennen / so soltu sein bericht /
Ochs / Alber / Pflug / lern kennen / Von Dach auch nicht vornicht /
Die viere soltu fechten / und davon halten allein /
So hastu die Gerechten / und pfleg die in gemein.
Viere sind die vorsetzen / und vier blos an den Man /
Die viere auch sehre letzen / ein stück heist man die Kron /
Wiltu dieselb vortreiben / nim den Schnid für die Hand /
Die Kron mag nicht lang bleiben / ist dir der Schnit bekand.
Der krumphau ist noch hinden / die zwerch und auch der schnit /
Im Dupliren lerne finden / Mutiren nim auch mit /
Durch wechssel ich dir sage / trit nahend an den Bund /
Weiter darfft du nicht fragen / wiltu nicht werden wund.
Durch fehler ich dir rathe / die hengen hab in Hutt /
Das sprechfenster so drate / einwinden ist auch gut /
Von beiden seittn absetze / sein schwerd mit deinem Schild /
Nach reisen auch sehr letzet / der gegen dir ist mildt.
Ob man wird weiter fragen / wer das gedichtet hat /
Das darff man ihm nachsagen / Er heist der Paulus Roth /
Das Lied das thut er schencken / Eim Fechter wolgemuth /
Christoff Rösener zugedencken / der nams von ihm vor gut.
Und solt er alles rechnen / was in der Kunst mag sein /
Sein Kopff möchte er zerbrechen / Er trinckt gerne Wein /
Er bitt die Edelen Fechter / woln ihm nicht für übel han /
Ob er ihn nicht thet rechte / dann er nicht tichten kan.