Sorry für die Atemgeräusche.
Nehme mir eine 1 Wöchige Pause aktuell. Daher ein kleines Schmankerl als Templin.
Das Gleis hinten ist Teil der Strecke Löwenberg (Mark) - Prenzlau, welche jedoch zwischen Templin Stadt und Prenzlau West seit ca. 2015 demontiert ist und seit 1998 stillgelegt. Eine Reaktivierung ist derzeit nicht geplant. Der Abschnitt nach Löwenberg wird im Stundentakt von der RB 12 Templin Stadt - Berlin Ostkreuz bedient.
Das vordere Gleis ist Teil der Linie Fürstenberg (Havel) - Templin - Britz (- Eberswalde). Zwischen Templin und Fürstenberg rollte 1994 der letze Reisezug. An der Strecke befand sich bis dahin auch der Haltepunkt des Weichnachtsortes Himmelpfort. Die Strecke Templin - Fürstenberg ist seit Q2 diesen Jahres abgebaut. Nach Joachimsthal, wohin von Eberswalde über Britz bis heute ebenfalls die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), jedoch pendeln nicht wie auf der RB 12 Treibwagen der Baureihen 644 und 634 sondern 650 stündlich hin und her. 2004 endete der Reiseverkehr Templin Stadt - Joachimsthal, 2020 versuchsweise wieder aufgenommen im Zweistundentakt, im Dezember 2022 wieder aufgegeben, weil Aufgrund des maroden Zustandes und der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h bis Joachimsthal die Fahrgäste ausblieben und der Landkreis Uckermark auf Expressbusse setzt. Güterverkehr existiert auf den verbliebenen Strecken bis heute. Die Ironie ist das die Strecke Löwenberg - Zehdenick - Vogelsang - Templin - Haßleben - Prenzlau nach Plänen der deutschen Reichsbahn der DDR bis 1998 elektrifiziert und für 120 km/h statt bisher 80 km/h ertüchtigt werden sollte. Statt der Elektrifizierung erfolgte die Stilllegung 1998 östlich von Templin, zwei der größten Städte der Uckermark sind seither nur noch mit dem Bus verbunden. Dies soll auch nach aktuellen Plänen der Stadt Templin zementiert werden. Noch wehren sich jedoch Bürger gegen dies. Es bliebt also abzuwarten was noch geschehen wird. Zur Strecke Fürstenberg - Templin sei gesagt, dass es wage Pläne zur Reaktivierung Fürstenberg - (Hohen-)Lychen gibt, aber nicht konkret.
Am spannensten bleibt es aber zwischen Templin und Joachimsthal bzw. Eberswalde, da die geforderten 200 Fahrgäste täglich nur knapp verfehlt wurden. Persönlich denke ich aber nicht das mit parallelen Busverkehr und ohne Ausbaumaßnahmen sich das ändert, die Fahrtzeit betrug rund 55 min für die Strecke. Auch der Umstieg in Templin Stadt mindert die Attraktivität, jedoch kurzfristig nicht lösbar, da im Bahnhof Templin seit der ESTW Inbetriebnahme 2020 nur noch eine Bahnsteigkante existiert. Man munkelt das selbst der VBB wie auch die Stadt Templin nicht an Umweltfreundlichen ÖPNV interessiert sind. Templin ist mit seinen potentiellen Tagentialverbindungen der Strecken Berlin - Oranienburg - Löwenberg - Fürstenberg - Neustrelitz - Stralsund/Rostock und Berlin - Bernau - Eberswalde - Britz - Angermünde - Stettin sowie Angermünde - Prenzlau - Züssow(Anschluss Usedom) - Greifswald - Stralsund(Anschluss Rügen) auch als Umleiter und Entlastungkorridor geeignet.
Nun aber genug dessen und bis Dienstag. Wenn ihr mal ein Video zu diesem Thema wollt, lasst es mich in den Kommentaren wissen.