Der Fall des Ford Mondeo im Zauner-Weiher bei Oberstimm hat schon eine spektakuläre Wendung genommen, indem die Spur zu den beiden Polizistenmördern von Augsburg führt. Die Verbindung der beiden inzwischen zu lebenslanger Haft verurteilen Schwerverbrecher geht aber gleich mehrfach zurück nach Ingolstadt, wo sie mutmaßlich 2004 dieses Fluchtauto aus einem Raubüberfall auf eine Sicherheitsfirma versenkten. Die Verbindung der beiden inzwischen zu lebenslanger Haft verurteilen Schwerverbrecher geht aber gleich mehrfach zurück nach Ingolstadt, wo sie mutmaßlich 2004 dieses Fluchtauto aus einem Raubüberfall auf eine Sicherheitsfirma versenkten. Doch eben nicht nur das: Bei dieser Tat damals in Augsburg-Lechhausen ging ein mit Kalaschnikows bewaffnetes Trio nach ganz ähnlichem Muster vor, wie sich zwei Jahre früher, im Februar 2002, ein Überfall auf ein Werttransportunternehmen an der Münchener Straße in Ingolstadt abgespielt hatte. Drei Maskierte mit Maschinenpistolen hatten an jenem Abend einen 28-Jährigen Wachmann abgepasst und ließen sich von ihm den Tresor öffnen. Sie packten um die 320000 Euro ein, ketteten den 28-Jährigen an die Heizung und flohen. Zuvor hatten sie überall Ölspray versprüht, um ihre Spuren zu verwischen. Die Ingolstädter Kriminalpolizei ermittelte trotz großer Anstrengungen vergebens. In ihrer Anklage im Prozess gegen Rudi R. und Raimund M. warf die Augsburger Staatsanwaltschaft den beiden dann neben dem Mord an dem Polizisten Vieth und dem versuchten Mord an seiner Kollegin auch mehrere Raubüberfälle vor -darunter den in Ingolstadt. Auch in jener Oktobernacht 2011 in Augsburg mit wilder Verfolgungsjagd und tödlichen beziehungsweise beinahe tödlichen Schüssen auf die Polizei sollen die Brüder einen Raubüberfall geplant haben. Sie waren dabei auf einem Motorrad unterwegs, einer Honda CB 500, die an der Gemmingerstraße im Südwesten Ingolstadts gestohlen und dann mit gefälschten Augsburger Kennzeichen gefahren wurde. Um den Diebstahl zu durchleuchten, richtete die Ingolstädter Kriminalpolizei eine kleine "Spiegelkommission" zur großen Soko "Spickel" der Augsburger Kollegen ein. "Ein Bezug zu Ingolstadt muss da sein. Das ist natürlich alles kein Zufall", sagt einer der Ermittler heute, da hier nun auch der Fluchtwagen im Weiher gefunden worden ist. So ein Auto lasse sich nicht so einfach irgendwo versenken, zumal direkt an der B13. Der Überfall 2002 in Ingolstadt war wohl ebenfalls bis ins kleinste Detail geplant. Irgendwo muss also in den persönlichen Beziehungen eines der Beteiligten eine Verbindung zur Stadt vorhanden sein - möglicherweise auch bei dem bisher unbekannten dritten Mann des räuberischen Trios. Vielleicht führt der Ford aus dem Weiher nach all den Jahren noch zu ihm.