GE-Artet - Margit Kruse
Die Idee zur Filmreihe GE-Artet stammt vom Gelsenkirchener Fotografen Thomas Hoppe, der sowohl für die Drehbücher, die filmische Gestaltung als auch für die technische Umsetzung verantwortlich zeichnet. Die Reihe zeigt die Vielfalt und das Potential der freien Kunstszene in Gelsenkirchen. Möglich wurde die Produktion durch eine Förderung durch das Referat Kultur der Stadt Gelsenkirchen, die das Projekt durch eine Kooperation unterstützte.
Der zweite Teil der Reihe wurde im Jahr 2024 im Schauburg Filmpalast in Gelsenkirchen uraufgeführt.
In dieser Folge wird die Autorin Margit Kruse vorgestellt. In der Moderation der Premierenveranstaltung sagte Thomas Hoppe:
"Wer mich kennt, weiß, dass ich seit Jahrzehnten Krimis liebe. Dazu gekommen bin ich, weil ich im Rahmen meines anglophilen Ticks auch schon früh begonnen habe, mich mit der englischen Kriminalliteratur zu beschäftigen. Dort gab es schon sehr früh Krimis, die ich teilweise als Reiseführer nutzen konnte, weil sie so detailliert Orte beschrieben und viel Lokalkolorit in die Geschichten einfließen ließen.
Umso erfreuter war ich, als diese Stilistik auch in deutschen Krimis Einzug hielt und nahezu ausgeflippt bin ich dann, als ich erfuhr, dass wir hier eine Autorin haben, die unsere Stadt zum Wirkungsort ihrer Protagonistin gemacht hat. Durch die detailreichen Beschreibungen habe ich Vieles wiedererkannt und Neues kennengelernt. Dabei war es spannend aber auch humorvoll, manchmal war es traurig und manchmal wurde ich nachdenklich. Also – beste Unterhaltung.
Das Besondere am folgenden Film war einerseits die Erzählfreude meiner Protagonistin und andererseits die Möglichkeit, die Ebene des reinen filmischen Porträts zu verlassen und in eine Spielhandlung einzutauchen. Das dies so toll funktioniert hat, lag nicht zuletzt an der überaus professionellen Unterstützung der Schauspieler Ulrich Penquitt und Jens Dornheim.
Aber all dies wäre nicht möglich gewesen ohne die literarische Vorlage von Margit Kruse. Viel Spaß mit ihrem Film."
Leider ist Margit Kruse kurz nach der Premierenveranstaltung verstorben. Das hat mich tief getroffen, weil es noch kurz zuvor die hier festgehaltene filmische Begegnung mit einer lebensfrohen Autorin gab. Es war mir eine Ehre, mit Ihr drehen zu dürfen und bei unserer Zusammenarbeit für den Film gab es tolle Gespräche und viele Übereinstimmungen beim Gefallen unterschiedlicher Kriminalliteratur. Ihr Tod ist ein Verlust für unsere Stadt, erhalten bleibt uns ihr literarisches Werk.
Musik:
Musik: 60s Special Agent - Crime Movie Soundtrack
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