Darimont näherte sich der historischen spannungsgeladenen Figur Cobenzl mit ungewöhnlichen Mitteln. Sein Film hat etwas collagenhaftes und passt nicht in das Schema einer typischen Dokumentation. Wer das erwarte, so Darimont, werde enttäuscht.
Was die Raffinesse des Films mit ausmacht: Der Zuschauer kann den Filmer auf seiner Suche nach Cobenzl begleiten, und ihm sozusagen bei seinen Entdeckungen über die Schulter schauen. Ursprünglich hatte die Eichstätter Künstlerin Li Portenlänger Darimont gebeten, das von ihr herausgegebene Buch „Von seinem freinde“ zu visualisieren. Dann aber habe sich eine Eigendynamik entwickelt, berichtet der Filmer. (EK 31.01.2017)