Heidenheim-Trainer Frank Schmidt reagierte nach dem 3:2-Sieg gegen Darmstadt auf die Frage, ob er den Verein verlassen würde, sollte Jan-Niklas Beste wechseln, sehr verärgert.
Einmal mehr spielte Heidenheims Jan-Niklas Beste beim 3:2 im Aufsteigerduell gegen Darmstadt eine entscheidende Rolle. Er lieferte zu allen drei Toren die Vorlagen.
Im Aufsteigerduell zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem SV Darmstadt 98 war am Samstag die Not groß bei den Heidenheimern. Denn die Ostalbstädter gaben vor eigenem Publikum eine 1:0-Führung in der zweiten Hälfte zwischenzeitlich aus der Hand, die Lilien wähnten sich in dem für beide Seiten wichtigen Match auf der Siegerstraße. Doch der 1. FCH konnte sich einmal mehr auf Jan-Niklas Beste verlassen.
Denn der 24-Jährige durfte dann zweimal in seiner Spezialdisziplin zur Tat schreiten: Standards. In der 69. Minute trat er eine Ecke von der linken, keine 120 Sekunden später von der rechten Seite. Beide Male zirkelte er den Ball jeweils genau auf den Kopf von Patrick Mainka, der Kapitän und Abwehrchef der Heidenheimer nickte zweimal ein - 3:2 für den FCH, bei diesem Ergebnis blieb es bis zum Schluss.
"Der linke Fuß von Niklas ist Gold wert", sagte Jan Schöppner nach der Partie. Schöppner muss es wissen, denn auch sein 1:0 in der 42. Minute bereitete Beste vor - per Freistoß. Der Heidenheimer Standard-König blieb trotz seiner drei Assists bescheiden: "Ich denke da gar nicht drüber nach, sondern genieße den Tag heute und den freien Tag morgen und dann schauen wir mal."
Beste über Gerüchte: "Ich saß daheim auf der Couch und habe darüber gelacht"
Doch Beste wird sich der gesteigerten Aufmerksamkeit nicht mehr länger entziehen können. Gegen Darmstadt stockte er sei Vorlagenkonto auf acht auf, zudem hat er fünf Tore selbst erzielt - damit ist er an knapp 62 Prozent der 21 Heidenheimer Tore direkt beteiligt. Bis Juni 2025 läuft noch sein Vertrag auf der Ostalb, doch auf seine Leistungen sollen laut Medienberichten bereits finanzkräftigere Vereine aus dem In- und Ausland aufmerksam geworden sein:
"Gerüchte sind Gerüchte", sagte Beste. "Mir wurden die ganzen Artikel geschickt, aber ich wusste von denen auch nichts. Ich saß daheim auf der Couch und habe darüber gelacht. Ich fühle mich hier wohl und fokussiere mich voll und ganz auf Heidenheim." Und wohl auch besonders auf den ruhenden Ball.