213 n.Chr.
Das römisch-germanische Grenzgebiet ist Schauplatz eines besonderen, weltgeschichtlich bedeutsamen, Ereignisses. Der Kaiser Caracalla (211 - 217 n.Chr.) hat sein Kommen angekündigt, um höchstpersönlich einen Feldzug ins Vorland des obergermanisch-raetischen Limes zu führen.
Caracalla war eine schillernde Gestalt unter den Imperatoren. Er mied den kaiserlichen Hof in Rom mitsamt der Welt der Senatsaristokratie. Vielmehr liebte er das einfache Soldatenledben und strebte nach Anerkennung als Feldherr. Da kam die Nachricht von dem Auftauchen einer neuen Germanengruppe an der Grenze gerade richtig.
Sein Ziel: Die am Horizont aufkommende germanische Bedrohung der Grenzprovinzen mit einem massiven Präventivschlag zu beenden.
2013
Anlässlich des 1800jährigen Jubiläums des Germanienfeldzugs wird die belegte und wissenschaftlich rekonstruierte antike Feldzugsstrecke zwischen den Limesorten Aalen und Osterburken zu Fuß und zu Ross in authentischer Militärausrüstung nachvollzogen. Die Gruppe von Historiendarstellern (Numerus Brittanus aus Welzheim) stellt eine explorative Vorhut dar, die für das kaiserliche Hauptheer Wege und Lagerplätze erkundet. Neben dem experimentellen Ansatz zur Erprobung von rekonstruiertem-antikem Material und der Belastbarkeit moderner Menschen, soll es durch eine Reihe von Mitmachmöglichkeiten möglichst vielen Menschen ermöglicht werden, an diesem Ereignis teilzuhaben.
Der eigentliche Feldzug dauert neun Tage (vom 17. bis 25. August) und führt die Gruppe von Aalen in das etwa 140 Kilometer (rund 100 römische Meilen) entfernte Osterburken. Die tägliche Marschleistung soll zwischen zehn und 20 Kilometer liegen.
Unser Film zeigt den offiziellen Auftakt am 17. August 2013 im Limesmuseum Aalen und die Ankunft am ersten Etappenziel im Kastell Buch, am Bucher Stausee.