Podcast | Folge 10 "Der tollste Beruf, den man eigentlich machen kann"

Опубликовано: 09 Сентябрь 2026
на канале: bertalanffy.
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Die aktuelle Folge stellt die Arbeitsgruppe „Entwicklungsbiologie“ vor. Akademische Rätin Dr. Katrin Domsch und Gruppenleiterin Prof. Dr. Ingrid Lohmann sprechen über Zellidentität entlang der Körperachse, die Finanzierung von Forschungsvorhaben und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Trotz der großen, äußerlichen Unterschiede zwischen verschiedenen Lebewesen verläuft deren embryonale Entwicklung sehr ähnlich. Auf molekularer Ebene liegt dies daran, dass sich viele der verantwortlichen Gene während der Evolution nur wenig verändert haben. Eine wichtige Klasse dieser konservierten Gene sind die sogenannten Hox Gene. Diese sind entweder alleine oder in Kombination in den verschiedenen Bereichen entlang der Körperachse aktiv. Sie codieren für Proteine, welche an DNA-Abschnitte anderer Gene binden und diese somit spezifisch aktivieren oder hemmen können. Durch diese Regulation der nachgeschalteten Gene bestimmen sie das Entwicklungsprogramm innerhalb der jeweiligen Zellen und vermitteln ihnen somit ihre regionale Identität. So wird aus einer Nervenzelle beispielsweise eine typische Kopf-Nervenzelle. Wie genau das Netzwerk der Hox Proteine aussieht, und welche Gene sie in unterschiedlichen Regionen aktivieren bzw. hemmen, ist noch nicht verstanden. Hierzu forscht aktuell Katrin Domsch in der Fruchtfliege Drosophila melanogaster.
Ein weiteres Forschungsgebiet des Labors ist die Regulation von Stammzellaktivität. Hierfür untersuchen sie den Hoden in der männlichen Fruchtfliege und analysieren, wie Stammzellen zum einen ein Leben lang erhalten bleiben, sie sich zum anderen nach der Zellteilung aber auch in Spermien entwickeln und ihre Stammzellfunktion verlieren.

Weitere Informationen zur Arbeit des Labors finden Sie auch auf der Homepage: https://www.cos.uni-heidelberg.de/en/...

Organisiert wird dieser Podcast von Bertalanffy at COS, einem Programm zur Kommunikation von verständlicher Wissenschaft. Dieses Programm gehört zum Centre for Organismal Studies der Universität Heidelberg und wird finanziert von der Klaus Tschira Stiftung. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.bertalanffy-live.de