500 Zuschauer in der „Grünen Tischtennis-Hölle“ auf dem Hohenstein-Ernstthaler Pfaffenberg – mehr als man mitunter bei Fußballspielen begrüßt. Fußballer waren auch im Publikum, unter anderem der Nachwuchs vom Oberlungwitzer Sportverein. Gemeinsam mit den Tischtennis-Ultras auf dem Südkurven-Balkon wollte man ein grünes Höllenfeuer entfachen. Es ging darum, die Jungs vom Tischtennis Club Sachsenring aufzupuschen, die die Möglichkeit hatten, am 2. April vorzeitig in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Ein einziger Punkt wurde benötigt. Gegner war der TSV Windsbach, der als Regionalliga-Süd-Meister in dieser Saison Premiere in der 3.Bundesliga hatte.
Als Gastgeber in der Hinrunde mussten sich die Mittelfranken gleich bei ihrem ersten Auftritt im Oktober dem TTC Sachsenring mit einem deutlichen 1 zu 6 geschlagen geben. Danach gewannen und verloren die Windsbacher ausgeglichen. Heißt, die Chancen auf eine TTC-Aufstiegsparty am 2. April in der „Grünen Hölle“ standen 50:50. Und es ging nicht gut los für die SARI-Jungs. Das erste Doppel von Miroslav Horejsi und Nick Neumann Manz entschieden die Gäste Jeet Chandra und Rodrigo Gilabert mit drei engen Sätzen für Windsbach. Am Nebentisch mühten sich Hermann Mühlbach und Johann Koschmieder gegen Yevgeniy Christ und Tobias Ehret. Schlussendlich setzte sich das Hohenstein-Ernstthaler Doppel durch. Nachdem Miroslav Horejsi im ersten Einzel den 2. Satz gegen Rodrigo Gilabert vergeigt hatte, behielt er in Satz 3 und 4 die Oberhand und holte den Punkt für die Gastgeber. Am Nebentisch hatte Hermann Mühlbach seine Mühe gegen Jeet Chandra, den indischen Meister im Herren-Doppel, der dann auch mit einem klaren 3 zu 0 für die Gäste siegte. In der Pause traf in der „Grünen Hölle“ der Ridin-Crocs-Papst ein – wer die Mofa-Gang Ridin Crocs noch nicht kennt: die Oberlungwitzer stellen verschiedene Partys für gute Zwecke auf die Beine. Nach diesem Auftritt hieß es wieder, sich auf das Tischtennisspielen zu konzentrieren. Johann Koschmieder brauchte etwas Zeit, um gegen Tobias Ehret in Schwung zu kommen. Erst nach 5 Sätzen durfte er jubeln. Nick Neumann-Manz hatte weniger Probleme, er bezwang Yevgeniy Christ mit drei deutlich gewonnenen Sätzen. Anschließend hatte Miroslav Horejsi den indischen Meister im Herren-Doppel am Tisch. Jeet Chandra zeigte auch im Einzel seine Qualitäten und holte nach 5 Sätzen den nächsten Punkt für Windsbach. Hermann Mühlbach, der beim vorherigen Heimspiel gegen Stuttgart, zum Held des Tages wurde, hatte am 2. April kein so gutes Händchen und musste auch gegen Rodrigo Gilabert eine 0 zu 3 Niederlage kassieren. Johann Koschmieder machte es gegen Yevgeniy Christ spannend. Nach zwei 11:7-Sätzen, nahm der 3. Satz kein Ende. Aber dann nach dem 17 zu 15 stand fest, dass der TTC Sachsenring den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hatte. Der benötigte Punkt war sicher! Zu den Gratulanten gehörte der Präsident des Sächsischen Tischtennisverbandes, Thomas Neubert. Hohenstein-Ernstthals Oberbürgermeister Lars Kluge hatte das Goldene Buch der Stadt dabei, in das sich die Spieler der 1. Mannschaft verewigen durften.