JANITA

Опубликовано: 22 Февраль 2026
на канале: Franziskustreff
7,142
13

"Ich bin die Stimme, für die, die nicht gehört werden."
Janita Marja Juvonen über das Leben als Frau auf der Straße und ihren Weg zurück in die Gesellschaft

Janita hat 14 Jahre auf der Straße gelebt. Das ist glücklicherweise lange her. Sie spricht darüber, offen und aktiv. Auch bei uns im Franziskustreff.
„Ich hätte mir gewünscht, dass man mich als Mensch wahrnimmt.“ Das sagt sie über die schwere Zeit auf der Straße.
Weiterhin Teil ihres Lebens ist Obdachlosigkeit trotzdem: Aber sie bestimmt es nicht mehr. Heute teilt Janita ihre Geschichte. Sie zeigt Interessierten die Welt aus der Perspektive obdachloser Frauen. Mit ihrem ersten Buch: „Die Anderen – die harte Realität der Obdachlosigkeit“. Und sie besucht Schulen, um Wissen darüber zu vermitteln. Gibt Obdachlosigkeit ein Gesicht, mit Führungen an „ihre“ Orte. Mit ihrer Arbeit verschafft sie denen Gehör, die kaum wahrgenommen werden: obdachlosen Frauen.
Etwa ein Fünftel der täglich bis zu 180 Gäste des Franziskustreffs ist weiblich. Obdachlos sein ist für Frauen besonders belastend und gefährlich. Denn viele wohnungslose Frauen leben in Abhängigkeitsverhältnissen, um nicht auf der Straße zu landen. Mit Couchsurfing, bei Freunden, Verwandten und Bekannten. Oder verharren in Beziehungen, die sie ohne Wohnungsnot nicht eingegangen wären. Oder längst beendet hätten. Weibliche Obdachlosigkeit findet versteckter statt als die Not der Männer, die kein zu Hause haben.

„Ich war in der Situation körperlich anwesend, aber nicht mehr vom Kopf her. Es war, als ob nicht mir die Gefahr begegnen würde.“ Janita war 14 Jahre, als sie erst wohnungslos wurde. Zwei Jahre später: die Obdachlosigkeit.

Janita hat bei uns darüber gesprochen, wie sie in diese Obdachlosigkeit geriet. Ähnliche Schicksale führen obdachlose Menschen Tag für Tag zum Franziskustreff. Sie stehen in einer Reihe, warten vor der Tür, bis ein Platz zum Frühstücken für sie frei wird.
Wer weitere Hilfe möchte, geht nach der reichhaltigen Mahlzeit nebenan zur Sozialberatung.
Wie beschwerlich das Leben ohne Wohnung für Frauen ist – auch unsere Sozialarbeiterin hört es aufmerksam, in ihren Beratungen. Sie begleitet alle Gäste, die um Hilfe bitten. Unterstützt sie auch dabei, Schritt für Schritt nach vorn zu gehen. Im eigenen Tempo. Im besten Fall in ein neues Leben mit einem sicheren Zuhause.
„Glück ist für mich, dass ich die bessere Wahl hab’ in dem, was ich tue: dass ich darin frei bin, weil ich abends ins Bett gehen kann.“
Was Janita während ihrer Obdachlosigkeit wirklich gebraucht hätte. Was sie sich von den Menschen um sie gewünscht hätte. Und was schließlich den Wendepunkt brachte: Im Film erzählt sie von ihrem Weg zurück in die Gesellschaft. Und über die Bedeutung von bedingungsloser Menschlichkeit und Nächstenliebe für Menschen in Not.

Danke, liebe Janita!
Für Deine Offenheit und Deinen unermüdlichen Einsatz für und gemeinsam mit obdachlosen Menschen.

Danke an die noicrew.com für den einfühlsamen Film.

Für aktuelle Einblicke und mehr Informationen folgen Sie auch bei
Facebook und Instagram oder besuchen Sie
www.franziskustreff.de

------ Über diesen Kanal -----------------------------------------------------------

Mit unserem Kanal kannst du inspirierende Bilder und Filme sehen, wie real gelebte Nächstenliebe in Frankfurt aussehen kann.

Wir zeigen dir, wie unsere wirksame Obdachlosenhilfe mitten in der Frankfurter Innenstadt funktioniert. Erlebe unsere Kultur des Teilens.

Unser Frühstückstreff bietet obdachlosen und armen Mitmenschen werktags ein reichhaltiges Frühstück an. Wer mag, kann sich in der Sozialberatung nebenan helfen lassen. Alles rein spendenfinanziert. Das ist direkte Hilfe von Mensch zu Mensch.

Die Gäste leisten mit 0,50 € selbst einen kleinen Beitrag. Das ist vielen wichtig, um nicht als bedürftig zu gelten. Und ist ein Zeichen des Respekts an die Wohltäterinnen und Wohltätern sowie die über 60 Ehrenamtlichen, die mit ihren Gaben und ihrem Engagement diese Hilfe erst ermöglichen.

Wir bedienen unsere Gäste am Tisch und geben ihnen ein Stück Ihrer Würde zurück. Wir zeigen ihnen, dass sie trotz Armut und Obdachlosigkeit nicht zu verzagen brauchen.

Mit dem Engagement vieler ehrenamtlicher Helfender, begleiten wir unsere Gäste auf dem Weg zurück in ein normales Leben.