[8.] Ibn Yakub - Das Gebieten des Rechten und das Anprangern des Unrecht [Teil 1]

Опубликовано: 22 Май 2026
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Das Gebieten des Rechten und das Anprangern des Unrecht

Ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschen entstand. Ihr gebietet das, was Rechtens ist, und ihr verbietet das Unrecht, und ihr glaubt an Allah. Und wenn die Leute der Schrift geglaubt hätten, wahrlich, es wäre gut für sie gewesen! Unter ihnen sind Gläubige, aber die Mehrzahl von ihnen sind Frevler. (Sure 3 -- Al Imran, Ayat 110)

Im letzten Vortrag des Bruders Ibn Yakub duften wir etwas über die islamische Bedeutung des Wortes "Unrecht" oder "die Ungerechten" erfahren, wie es im Qur`an verschiedentlich erwähnt wird. Dieser Vortrag befasst sich nun mit der Bedeutung und dem Umfang des Befehls Allahs, des Erhabenen, an die Muslime, der aus dem obigen Vers hervorgeht, nämlich das Gute zu gebieten und das Unrecht zu verbieten.

Hiermit ist natürlich gemeint, dass jeder Muslim die Pflicht hat, zum Islam aufzurufen, zu den religiösen Pflichten, wie dem Gebet, dem Entrichten der Zakat, dem Fasten, dem Verrichten guter Werke, dem guten Benehmen, der Güte gegenüber den Mitmenschen, ob Muslim oder Kafir.

Doch hierin erschöpft sich die Verpflichtung des Muslims gemäß dem obigen Vers nicht. Das Gute gebieten und das Unrecht zu verbieten, bedeutet auch, ungerechte Herrscher anzuprangern und zur Beendigung von Unrechtsherrschaften aufzurufen, so wie es in der jüngsten Vergangenheit in einigen muslimischen Ländern auch geschehen ist.

Deutlich wird diese umfassende Bedeutung der oben zitierten Ayat auch an der Geschichte des Propheten Musa, alleyhi salam, dem von Allah, dem Erhabenen, aufgetragen wurde, unmittelbar zu Pharao, dem ungerechten Herrscher der damaligen Zeit, zu gehen, um diesen zum rechten Weg und zum rechten Glauben aufzurufen.

Allah, der Erhabene, spricht im Qur`an: "Ist die Geschichte von Moses zu dir gedrungen? (15) Damals rief ihn sein Herr im heiligen Wadi Tuwa (16) : ""Geh hin zu Pharao; denn er hat das Maß überschritten. (17) Sprich dann (zu ihm): »Willst du dich nicht reinigen? (18) Und ich werde dich zu deinem Herrn führen, auf daß du dich fürchten mögest!«"" (19) So zeigte er ihm das große Wunder. (20) Er aber leugnete und blieb ungehorsam. (21) Dann kehrte er den Rücken und lief weg, (22) versammelte alsdann (sein Volk) und rief aus, (23)indem er sagte: ""Ich bin euer höchster Herr."" (24) Da erfaßte ihn Allah zur Strafe für jene und diese Tat. (25) Hierin ist wahrlich eine Lehre für den, der fürchtet. (26) (Sure 79 -- A Nasiat, Ayat 15 -- 26)

Das Prophetentum ist mit dem letzten Propheten, Muhammad, sallallahu alleyhi wa sallam, beendet. Es wird kein neuer Prophet mehr erscheinen bis zum Jüngsten Tag. Doch der Auftrag, der an die Propheten erging, besteht fort und es ist nun die Aufgabe der Muslime, ihn fortzuführen.