Kangalfisch, Garra rufa

Опубликовано: 10 Март 2026
на канале: Laurent's Welt der Aquaristik
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Name : Rötliche Saugbarbe, Kangalfisch (Garra rufa)
Grösse : 12-14 cm
Herkunft : Die Tiere sind in Jordanien, Libanon, Israel, Syrien, der Südtürkei, Irak und im Iran am Persischen Golf verbreitet. Dort bewohnen sie unter anderem das Euphrat und Tigrissystem.
Habitat : Garra rufa bewohnt Bäche und Flüsse aber auch Seen und Teiche. Die Gewässer sind oft extrem Warm (35°C) und frei von Vegetation. Nicht selten findet man die Tiere in kleinen Rinnsalen und Tümpeln was für die eigentlich sauerstoffbedürftigen, rheophile Familie der Garras untypisch ist.
Aquariengrösse : 100x50x50 cm für eine Gruppe von 8-10 Tieren.
Beckeneinrichtung : Die gutmütigen Tiere nehmen eigentlich jede Art von Einrichtung an. Ideal ist aber ein Artaquarium mit grossen Steinen, Kies und etwas Holz ohne Bepflanzung aber mit gutem Algenbewuchs. Dazu gehört eine teilweise starke Strömung.
Haltung : Schwarmfisch der zu mind. 8 Tieren gepflegt werden sollte besser sind aber 10-12 Tiere.
Verhalten: Schwimmfreudige ausgesprochen neugierige Fische die nach eingewöhnung kaum scheu zeigen. Fast man ins Aquarium so wird die Hand oder der Arm direkt angeschwommen und bearbeitet.
Vergesellschaftung : Die Tiere sind für eine Vergesellschaftung mit anderen friedlichen aber robusten Arten geeignet. Zwar fressen sie keine kleinen Fische, können aber zarte oder sehr ruhige Fische durch die hektische Art und dem versuch diese zu Putzen stören. Zur Vergesellschaftung eignen sich größere Barben, friedliche Buntbarsche und Welse. Idealerweise hält man sie schon alleine wegen den Wasserparametern aber in einem Artaquarium als großen Schwarm.
Ernährung : Alles was Fressbar ist von der Mückenlarve bis zur Alge. Ideal werden sie mit hochwertigen Futtertabletten gefüttert.
Haltungsbedingungen : Temperatur: 20-28°C. PH-Wert: 7,0-8,0. Härte 5-15°dGH. Mehr unter Sonstiges.
Sonstiges : Auf Grund des in ihren Heimatgewässern oft vorherrschenden Nahrungsmalgels sind die Tiere gezwungen jede Art von Nahrungsquelle zu Nutzen. Dazu gehören z.B. badende Menschen vor denen die Tiere nicht etwa Flüchten sondern sie in Scharen anschwimmen um sie zu beweiden. Dabei raspeln sie Abgestorbene Haut und Hornhaut ab. Dieses Verhalten in Verbindung mit der hohen Temperatur und Schwermetaltoleranz macht sie zu beliebten Fischen für Wellnessbäder und die Behandlung von Hauterkrankungen da sie z.B. verkrustete Wunden reinigen. Mit den Temperaturen sollte man es aber nicht übertreiben! Die Tiere ertragen zwar Temperaturen von 35°C und werden zur Hautbehandlungen bei 30-32°C gehalten dies ist auf dauer aber schädlich für die Fische. Garra rufa kommt mit einem Temperaturbereich von 15-35°C aus ideal sind aber dauerhaft 24-28°C oder eine jahreszeitliche langsame Schwankung von 18-30°C. Nur weil ein Fisch extreme überlebt heißt das nicht das man ihn im Extrembereich halten muss! Ich habe die Tiere mit einem Aquarium zusammen von einer Beckenauflösung übernommen ansonsten hätte ich mir Garra rufe nie zugelegt. Es sind zwar tolle Fische aber da ich eher Biotopaquarien pflege passt ein Fisch aus der Wüste aus Gewässern in denen kaum was anderes als Garra rufa lebt oder zumindest nichts davon verfügbar ist, nicht in mein „Beuteschema“. Dazu kommt das es nur 4 Tiere sind die ich wahrscheinlich ein eine bestehende Gruppe abgeben werde. Zur Zeit dürfen sie aber bei meinen Indern wohnen wo sie am ehensten rein passen.