Name : Bachschmerle, Barbatula barbatula
Grösse : 8-12 cm. Maximal 16 cm.
Herkunft : Die Tiere sind in weiten Teilen Europas verbreitet. Fehlt nur in Spanien, Italien und im norden Skandinaviens.
Habitat : Bachschmerlen bewohnen kleine Bäche und kleine Flüsse seltener auch Seen wobei es sich dabei meist um Stauseen handelt. Ein besonderer Lebensraum der ganz typisch für Bachschmerlen ist, sind kleine bis kleinste Bäche und Wassergräben die zum teil stark verkrautet und im Sommer recht warm sein können. Diese Fließgewässer können im Sommer manchmal so wenig Wasser führen das die Tiere in den Tieferen Bereichen gefangen sind. Mehr unter Sonstiges.
Aquariengrösse : 80x35x40 cm für 6-8 Tiere mit passenden Beifischen.
Beckeneinrichtung : Mit viel Holz und Steinen strukturiertes Becken. Am besten größere Flache Steine mit Wurzeln kombinieren oder Wurzelaufbaubauten mit verschieden großen Hölzer gestalten. Der Bodengrund sollte aus feinem Sand oder einer Mischung aus Flusskies und Sand bestehen.
Haltung : Gruppenhaltung ab 6 Tieren wen Möglich Paarig oder als Harem.
Verhalten: Bachschmerlen sind sehr friedliche und aktive Schmerlen. Die Tiere sind sehr gesellig und treten in der Natur meist als Gruppe auf. Tagsüber sind sie unter Steinen oder in der Ufervegetation verborgen. Im Aquarium sind sie auch am Tag sehr aktiv und wenig scheu.
Vergesellschaftung : Bachschmerlen eignen sich besonders gut als Bodentruppe für Kaltwasseraquarien mit Heimischen aber auch mit Arten aus Gemäßigten Zonen Asiens und Amerikas. Am besten hält man die Tiere in einem Europa Bachbiotop mit anderen Bachbewohnern wie Elritzen, Gründlingen und Bitterlingen mit denen sie auch in der Natur zusammen leben.
Ernährung : Sinkendes Lebend, Frost und Flockenfutter wie Mückenlarven, Tubifex, Bachflohkrebse aber auch Artemia und Mysis. Trockenfutter wird in aller Regel auch genommen wobei dieses einen hohen Tierischen Anteil besondere einen hohen Insektenanteil haben sollte.
Haltungsbedingungen : Temperaturen 4-26°C im Jahresverlauf. PH-Wert 7,0-8,5. Härte 10-20°dGH. Bei Temperaturen über 22°C belüften oder gleich über Luftheber filtern.
Sonstiges : Die Bachschmerle wird sehr oft als typischer Fisch der Forellen und Äschenregion beschrieben was voraussetzen würde das die Bachschmerle nur in kalten Gewässern deutlich unter 20°C leben kann. Tatsächlich kann die Bachschmerle aber nur stabile Populationen bilden in Gewässern die spätestens im Juni 18°C erreichen. Bachschmerlen Bevorzugen Gewässer die im Sommer 24°C und mehr erreichen und im Extremfall kurzfristig bis zu 34°C aufweisen können. Um solch extreme Situationen zu überstehen können auch Bachschmerlen wie viele tropische Schmerlen über den Darm Luft verstoffwechseln, jedoch nicht über lange Zeit. Damit besiedeln Bachschmerlen nicht nur „normale“ Bäche sondern oft als einzige Art allenfalls zusammen mit Stichlingen kleinste Wassergräben und krautige Bäche in Wiesen sofern diese dauerhaft Wasser führen. Wie bei vielen Europäischen Fischarten außer Salmonieden einige wenige andere ausnahmen ist bei der Haltung von Bachschmerlen im Sommer der Sauerstoffgehalt des Wassers wichtiger als kühle Wassertemperaturen. In der Literatur werden für heimische Fische meist Maximaltemperaturen von 20°C, selten noch 22°C angegeben. Dies mag bei ganzjährig gleicher Temperatur vielleicht noch vertretbar sein viel wichtiger ist es aber die Fische im Winter kalt zu halten. Aber auch dabei ist es nicht Wichtig 4°C zu erreichen, eine Überwinterung zwischen 10°C und 15°C ist durchaus ausreichend. Genauer gesagt, die meisten Heimischen Fischarten sind ohne Probleme im Sommer genau so zu Halten wie man es von den meisten Zierfischen kennt. Bachschmerlen sind wen auch eher selten im Teichfischhandel an zu treffen.