Name : Rubinbarbe, Odessabarbe (Pethia padamya)
Grösse : 4,5-5,5 cm. Angaben bis 7 cm halte ich für eher unwahrscheinlich.
Herkunft : Myanmar, Es gibt nur zwei Fundorte an denen die Tiere Nachgewiesen sind. Zum einen der Typusfundort der ein künstlicher Teich bei Mandalay darstellt und zwei Stellen im Chindwin Fluss. Vermutlich sind die Tiere aber über das Chindwin und Irrawaddy Gebiet weiter verbreitet.
Habitat : Hier ist es schwierig ein Biotop zu beschreiben, beim ersten Fundort handelt es sich um einen künstlichen Teich in einem Karstgebiet. Ich vermute das die Tiere vor allem in kleineren Bächen und im Uferbereich von Flüssen vor kommen. Die Ai generierten Biotopbilder entsprechen den wenigen Bildern die es von Fundorten gibt. Mehr unter Sonstiges.
Aquariengrösse : 60x30x35 cm für eine Gruppe von 6-8 Tieren. In grösseren Becken mehr Tiere halten.
Beckeneinrichtung : Struckturreiches Becken mit Randbepflanzung und Holz, der Bodengrund sollte aus feinem Sand bestehen. Als Bepflanzung eignen sich feinfiedrige Pflanzen und Moose in denen die Tiere ablaichen.
Haltung : Gruppe bis Schwarmhaltung ab 6 Tieren idealerweise mit einem überschuss an Weibchen. In Becken ab 80 cm können 10-12 Tiere gehalten werden.
Verhalten: Friedliche und relativ lebhafte, schwimmfreudige Barbe, die Männchen umwerben vor allem Morgens die Weibchen.
Vergesellschaftung : Die Vergesellschaftung mit Bärblingen anderen Barben, Schmerlen aber auch Fadenfischen und meinetwegen auch Fischen aus anderen Kontinenten stellt kein Problem dar.
Ernährung : Lebend, Frost und Trockenfutter. Es empfiehlt sich die Tiere mit Farbunterstützendem Futter wie Artemia, Mysis, Wasserflöhen oder farbverstärkendes Trockenfutter zu zufüttern, da sie sonst nicht die volle Färbung zeigen. Vermutlich fressen sie in der Natur viele Krebstiere da Wildfänge meist weitaus kräftiger und kontrastreicher gefärbt sind was bei Nachzuchten nur mit Farbfutter erreichbar ist.
Haltungsbedingungen : Temperatur: 20-26°C. PH-Wert: 7,0-9,0. GH 8-25°dGH. Am Typusfundort werden PH-Werte bis 11 erreicht!
Sonstiges : Die Rubinbarbe wird meist als Odessabarbe bezeichnet da die Tiere erstmals in Odessa auf einem Zierfischmarkt aufgetaucht sind. Obwohl seit den 1970er Jahren bekannt wurde die Art erst 2008 Beschrieben da sie bis dahin in der Natur nirgends gefunden werden konnten was für eine Beschreibung wichtig ist. Zwischenzeitlich wurden die Tiere als Zuchtform von Pethia ticto gesehen die aber deutlich grösser wird und aus Pakistan Indien und Nepal stammt. Leider wird sie auch heute meist noch als Pethia ticto verkauft. Meine Tiere habe ich von einem Kollegen übernommen der sein Aquarium aufgeben musste, das Aquarium nutze ich aber für einheimische Fische weshalb die Odessabarben in einem kleinen Artenbecken untergebracht sind, wo ich die Tiere auch Nachziehen will, in erster Linie um den bestand an Weibchen zu vergrößern. Aus meiner sicht ist die Rubinbarbe eine der schönsten und geheimnissfollsten Barben im Handel, so bekannt und gleichzeitig so wenig bekannt ist kaum ein anderer Zierfisch.