Endlich geht es weiter! Diese Story ist wirklich mein Ein und Alles, also würde ich mich wieder sehr freuen, wenn ich mehr Kommentare bekommen würde:)
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Auf einen Schlag schien alle Luft aus der Umgebung zu entweichen. Ich hatte das Gefühl, dass die Stille, die auf meinen Wutausbruch folgte, mich zu Boden drückte. Meine Knie fingen an zu zittern, bis ich schließlich nachgab und mich langsam auf den Boden sinken ließ, während ich Justin keine Sekunde lang aus den Augen ließ. Irgendwo im selben Stockwerk hörte ich eine Uhr leise ticken. Justin sagte nichts. Er hatte sich bloß aufgesetzt und schaute mich nun mit riesigen Augen an. Ich erwiderte seinen Blick und funkelte ihn aufgebracht hat. Doch je länger er mich ansah, desto schwerer fiel es mir, auf ihn sauer zu sein. Ich wollte wütend auf ihn sein, er hatte es verdient. Doch die Wut schien wie aus einem Ventil meinen Körper zu verlassen und zurück blieb eine leere Hülle, die erschöpft auf dem Boden saß. Und als ich zusah, wie ihm langsam eine Träne die Wange herab rollte, traf es mich wie einen Schlag in den Magen, wieso ich nicht wütend sein konnte. Ich hatte ihm etwas viel Schlimmeres angetan, als er mir. Ja, er hatte mich für drei Monate sitzen lassen. Aber ich würde ihn für immer sitzen lassen. Alleine mit einem Kind. Ich hatte ihm seine Zukunft zerstört. Wenn ich starb würde er sich alleine um unser Baby kümmern müssen. Es würde ihn jeden Tag daran erinnern, was mit mir passiert war. Bei dieser Erkenntnis zog sich mein Herz schmerzhaft zusammen und ich keuchte laut auf. Wieder fingen Tränen an, meine Sicht zu verschleiern. Das Leben konnte so grausam sein. So ungerecht. Ich hatte Justin beschützen wollen vor Schmerzen und Trauer und stattdessen hatte ich durch einen Unfall alles noch schlimmer gemacht. Ich hatte versagt. „Justin!“, brachte ich mühsam hervor und kroch auf allen Vieren zu seinem Bett, auf das ich mich schließlich neben ihm setzte. „Justin!“, murmelte ich wieder und schlang meine Arme beschützend um ihn. Auch wenn es zu spät war ihn zu beschützen. Sobald ich Justin im Arm hielt, legte auch er seine Arme um mich und vergrub sein Gesicht in meinem Nacken. Langsam suchte sich eine seiner Tränen einen Weg meinen Hals herab. „Selena.“, brachte er schließlich erstickt hervor. Sanft strich ich ihm über sein weiches Haar. Ich war egoistisch gewesen. Ich hätte ihn nicht so überrumpeln dürfen. Nach einer Weile löste Justin sich so weit von mir, dass er mir in die Augen schauen konnte. Ich erwiderte seinen Blick, auch wenn es wehtat, ihn so aufgelöst zu sehen. „Stimmt das? Das du schwanger bist?“, fragte er. Seine Stimme nach so langer Zeit wieder zu hören, löste einen aufgeregten Schwarm von Schmetterlingen in meinem Bauch aus, doch ich versuchte sie zu beruhigen und sah ihn weiterhin fest an. „Ja. Das Kondom hatte ein Loch. In der Schublade in der es lag, ist eine Packung Reißzwecken aufgegangen.“ Ich sah wie Justin die Information langsam verarbeitete, bis er nach kurzem Schweigen fragte: „In welchem Monat bist du?“ „Im dritten, oder vierten.“, antwortete ich nach kurzem Überlegen. Justins Augen weiteten sich und mit einem Ruck löste er sich ganz von mir. Sein Kiefer spannte sich an und sein Mund war zu einem Strich zusammen gepresst.
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