365 Tage - Julena Lovestory Part 48

Опубликовано: 11 Июль 2026
на канале: Muchenkuchenphantom
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Ich bin soo gespannt, was ihr sagen werdet zu den nächsten Parts! Glaubt mir, ihr habt keine Ahnung mit was ich euch überraschen werde:D Am Ende dieses Parts wahrschienlich schon, aber jetzt noch nicht. Ich wollte es eigentlich viel dramatischer machen, aber naja...ich glaube ich habe eine Schreibblockade. Hoffentlich gefällt es euch trotzdem!
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Wochen vergingen, ohne, dass ich etwas von Justin hörte. Wochen wurden Monate und ich fing wieder an zu zählen. Voller Wut auf Justin zählte ich die Tage herunter, die mir noch blieben. Es tat unglaublich weh, dass er mich im Stich gelassen hatte. Das kalte Loch in mir, das er für kurze Zeit geschlossen hatte, riss wieder auf und wurde immer größer, bis ich das Gefühl hatte bald von ihm verschluckt zu werden. Wieso hatte er mich doch fallen gelassen? Was hatte ich falsch gemacht? Die Tage schienen sich endlos hinzuziehen und dennoch flossen sie an mir vorbei, ohne, dass ich wirklich etwas mitbekam. Teilnahmslos aß ich die Mengen an Essen, die meine Mutter mir jeden Tag servierte, ohne etwas zu schmecken.
Von Übelkeit geplagt, wachte ich eines Morgens auf und schaute benommen auf meinen Wecker. Ich hatte mal wieder schlecht geschlafen. Jeden Abend hatte ich Angst schlafen zu gehen, da die Albträume auf mich warteten, bereit mich zu quälen. Es war ein Wunder, dass ich diesen Morgen ohne zu schreien aufgewacht war.
Das Datum blinkte und ich hatte das Gefühl, dass mich die Zahlen bald anspringen würden. Genau 272 Tage blieben mir noch, bis ich mich für immer verabschieden würde. Um den Gedanken abzuschütteln kämpfte ich mich aus meinem Bett auf die Füße. Aus Gewohnheit warf ich einen kurzen Blick in den Spiegel und stockte. Man sah mir immer noch an, dass etwas mit mir nicht stimmte. Ich hatte Ringe unter den Augen und der Flaum, der auf meinem Kopf wuchs, seit ich die Chemo abgebrochen hatte, ließ mich meiner Meinung nach aussehen wie ein Alien. Aber ansonsten sah ich eindeutig besser aus. Ich hatte Gewicht zugelegt und selbst meine Oberweite schien größer geworden zu sein. Zaghaft lächelte ich mein Spiegelbild an. Das Ergebnis sah etwas kläglich aus, hob meine Stimmung dennoch ein wenig. Vielleicht hatte sich das Mästen meiner Mutter ja doch ausgezahlt. Nachdem ich in eine gemütliche Jogginghose geschlüpft war und meine Haare zu einem schnellen Dutt zusammengebunden hatte, begab ich mich auf den Weg in die Küche, in der ich bereits etwas vor sich hin brutzeln hörte. Jeder Schritt war anstrengend, doch der Gedanke an meine Gewichtszunahme motivierte mich, sodass ich für meine Verhältnisse schnell in der Küche war. Ich umarmte meine Mutter kurz zur Begrüßung und ließ mich dann, nach Atem ringend, auf einen Stuhl fallen. Da meine Mutter noch nicht fertig mit kochen war, starrte ich gedankenverloren auf meinen Daumen, an dem immer noch der rote Punkt zu sehen war, der entstanden war, als ich das Kondom aus meiner Nachttischschublade gefischt hatte und in etwas Spitzes gefasst hatte. Ich wollte mich nicht an die Nacht erinnern und dennoch starrte ich wie hypnotisiert auf meinen Daumen. Dann übermannte mich die nächste Welle der Übelkeit.

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