Wir fragen: Was macht das Wohnen konkret für uns aus? Wo und wie fühlen wir uns wohl? Wie richten wir uns ein? Neben der ästhetischen Perspektive fragt die Lebenskunst auch nach dem Sinn von Ordnung und der Liebe zum gepflegten Chaos. Ist Aufräumen Bürger*innenpflicht? Wie gelingt das gute und schöne Leben in unseren eigenen „4 Wänden“? Oder gibt es, wie Adorno zum heutigen Wohnen schrieb, doch „kein richtiges Leben im falschen“?
Mit Anne Zuber (Chefredakteurin von "Häuser" und Kolumnistin für "Schöner Wohnen") und Wilhelm Schmid (Autor von Büchern zur philosophischen Lebenskunst)
Moderation: Prof. Dr. Helmut Heit
Seit Jahrtausenden gestalten Menschen den Ort, an dem sie wohnen und die Objekte, mit denen sie sich umgeben: Kahle Wände werden mit Farben und Bildern verschönert, Alltagsgegenstände wie Tassen und Teller werden aufwändig verziert. Wir wollen uns die Schönheit auch nach Hause holen.
Die Wohnung ist heute vor allem privater Rückzugsraum und ein Ort der Familie. Wir gestalten unser Zuhause – mal mehr, mal weniger – um bei uns anzukommen. Doch Wohneinrichtung ist auch eine Form des Selbstausdrucks: das Heimwerken, „do it yourself“-Clips im Internet und Gartenbaumärkte erfreuen sich großer Konjunktur.