Nationen definieren sich seit dem 19. Jahrhundert über eine gemeinsame Geschichte, dazu bedienen sie sich mythischer Erzählungen, die zumeist nur die Erfahrung einer Mehrheit wiedergeben. Die Diversifizierung von nationalen Narrativen sollte Teil der demokratischen Kultur sein, ist es aber oft besonders dann nicht, wenn es um das Gedächtnis von Gewalt und Genozid geht. Über den Umgang mit Erinnerung und Geschichte in Russland und Frankreich diskutierten im achten Panel der internationalen Tagung „Fragile Demokratien – Fragile Democracies: 1923/1933/2023“ des NS-Dokumentationszentrums München Martin Schulze Wessel [Aufzeichnung leider unvollständig] und Élise Julien. Das Panel moderierte Stefanie Schüler-Springorum.
Auf der internationalen Tagung „Fragile Demokratien – Fragile Democracies: 1923/1933/2023“ des NS-Dokumentationszentrums München analysierten und diskutierten internationale Vertreter*innen aus Geschichts-, Politik-, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften vom 22. bis 24. März 2023 die Fragilität von Demokratien in verschiedenen Regionen der Welt, in Vergangenheit und Gegenwart. Die Tagung richtete sowohl einen Blick auf die spezifischen historischen Konstellationen als auch wie auf sich ähnelnde Muster und Faktoren, und überlegen, wie sich demokratische Gesellschaften gegenüber autoritären und faschistischen Tendenzen wappnen können.
https://www.nsdoku.de/fragile-demokra...
#FragileDemocracies