Josef Guggenmos’ Gedicht „Der Wind“ ist ein herrlich lebendiges Sprachspiel – voller Rhythmus, Lautmalerei und kindlicher Fantasie. Es stammt aus dem Band „Ich will dir was verraten“ (1992) und beginnt ganz ruhig:
In allem Frieden, schlief abgeschieden, hinter einer Hecke, der Wind.
Doch dann zwickt ihn eine Spitzmaus ins Ohr – und der Wind erwacht „fuchsteufelswild“! Er brüllt, wirbelt Staub auf, reißt Hüte vom Kopf, schüttelt Bäume und wirft sogar eine Holzhütte um. Am Ende bleibt die Spitzmaus gemütlich in ihrem Kellerhaus sitzen – zufrieden und frech.
Das Gedicht ist ein Paradebeispiel für Guggenmos’ Kunst, Naturphänomene mit Witz und Musikalität zum Leben zu erwecken. Es eignet sich wunderbar zum Vorlesen, Mitsprechen oder sogar für kleine szenische Darstellungen.
Gedicht aus: Josef Guggenmos, „Ich will dir was verraten“
© 1992 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz ∙ Weinheim Basel
(https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_G...)
(Foto: http://www.klassenblog.de/uploads/2/9...)
Vertonung der Gedichte mit freundlicher Genehmigung der Erbengemeinschaft Josef Guggenmos, Irsee und des Verlages Julius Beltz GmbH & Co.KG, Weinheim
Sprecher: Wolfgang Arns