Test Schwimmhilfen 2024: Vier Schwimmlernhilfen für Kinder sind unsicher oder schadstoffbelastet

Опубликовано: 29 Октябрь 2024
на канале: Stiftung Warentest
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Mit Schwimm­flügeln und Schwimm­gürteln haben Kinder Spaß im Wasser. Im Test erwiesen sich jedoch nicht alle Schwimm­lern­hilfen als sicher. Alle Testergebnisse: ►►► https://test.de/schwimmhilfen ◄◄◄
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Etwa mit fünf Jahren können Kinder mit dem Schwimmen­lernen anfangen, doch Eltern tun gut daran, sie schon vorher ans Wasser zu gewöhnen. Die Stiftung Warentest hat 12 Schwimm­flügel, -gürtel und -kissen geprüft. Sie sollen Kinder in einer geeigneten Position an der Wasser­oberfläche halten. Acht Produkte gelingt das gut oder sogar sehr gut. Vier Schwimm­lern­hilfen sind mangelhaft: Sie sind stark mit Schad­stoffen belastet oder nicht sicher in der Anwendung.

Erfreulich: Schon für unter acht Euro gibt es empfehlens­werte Schwimm­lern­hilfen. Teure Modelle kosten zum Teil mehr als das Vierfache. Wer vergleicht, kann sparen!

Mit regel­mäßigen Besuchen im Schwimm­bad gewöhnen Eltern ihre Kleinen an das kühle Nass. Dort können sie planschen, springen, tauchen. Doch Kinder haben unterschiedliche Bedürf­nisse. Eltern können dazu passende Schwimm­lern­hilfen auswählen:

Schwimm­flügel: Sie geben viel Auftrieb und halten Kinder sicher an der Oberfläche. Nachteil: Die Arme sind nicht frei. Manche Kinder mögen sich die Flügel ungern anlegen lassen. Tipp: Erst anlegen, dann aufblasen. Im Test gibt es empfehlens­werte, aber auch mangelhafte Modelle.

Schwimm­gürtel: Sie geben weniger Auftrieb als Flügel. Gürtel unterstützen Kinder, die bereits mit den Schwimm­bewegungen vertraut sind. Die Kleinen müssen mehr leisten als mit Flügeln. Drei Schwimm­gürtel haben wir im Test – die Noten reichen von Gut bis Mangelhaft.

Schwimm­kissen: Sie geben ebenfalls viel Auftrieb, lassen sich aber individuell an die Fähig­keiten des Kindes anpassen. Vorteil: Die Arme sind frei. Außerdem sind sie für eine breite Alters­spanne einsetz­bar. Wie das einzige Schwimm­kissen im Vergleich abschneidet, erfahren Sie, wenn sie den Test frei­schalten.

Welche Schwimm­flügel für Kinder ab einem Jahr? 
Drei der geprüften Anbieter empfehlen ihre Schwimm­flügel bereits für Kinder ab einem Jahr. Die Schwimm­kissen von Schlori können laut Aufdruck auf dem Produkt schon ab sechs Monaten einge­setzt werden. Wichtiger als das Alter ist jedoch das empfohlene Gewicht. Einige Anbieter empfehlen ihre Schwimm­lern­hilfen für Kinder ab 11 Kilogramm, andere ab 15 Kilo. Die geprüften Schwimm­flügel von Bestway und den Gürtel von Beco Seal­ife sollen Kinder erst ab 19 Kilogramm Körpergewicht verwenden.

Kann ein Kind mit Schwimm­flügeln untergehen?
Selbst mit den besten Schwimm­lern­hilfen müssen Eltern ihr Kind stets im Auge behalten. Flügel, Gürtel und Kissen sind bloß Hilfen für Kinder, die allein den Kopf aus dem Wasser heben können. Vor dem Ertrinken schützen nur Rettungs­westen.

Welche Gefahren gehen von Schwimm­lern­hilfen aus?
Um die Halt­barkeit zu prüfen, pusteten wir die Produkte 500 Mal auf und testeten etwa die Naht- und Stich­festig­keit sowie die Beständig­keit gegen gechlortes Salz­wasser (So haben wir getestet). Dabei stießen wir auf keine Probleme. Doch von einem Schwimm­flügel aus unserem Test kann die Ventilkappe zu leicht abreißen. Kinder können sie verschlu­cken und im schlimmsten Fall daran ersti­cken.

Ein Schwimm­gürtel versagt im Test gleich in drei Prüf­punkten: Erstens erreicht er nicht den von der Prüfnorm geforderten Auftrieb. Zweitens gibt die beiliegende Gebrauchs­anleitung eine falsche Empfehlung zum Anlegen des Gürtels. Und drittens lockert sich das Gurtband zu leicht – was für Nicht­schwimmer gefähr­lich werden kann.

Zwei Flügel im Test haben ein Schad­stoff-Problem. Der eine setzt sehr viel Chrom VI frei, das Hautal­lergien auslösen kann. Der andere enthält gesund­heits­gefähr­dende Weichmacher und Chlorparaf­fine.