Das Sein Ruinen | Theater-Butoh Performance von 4RUDE
18. (Premiere), 19., 20., 21. November 2021
Im Theater im Delphi, Berlin
Der Protagonist ist das gesamte, alte, verlassene Gebäude. Wir wissen nicht, ob das Gebäude saniert und zerstört wird oder ob es so erhalten bleibt, wie es ist. Im Inneren sind verschiedene unbenutzte Gegenstände, ein großes Tuch wurde darüber gehängt, um den Staub fernzuhalten. Die Zuschauer, die als Eindringlinge das Gebäude zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder betreten, werden eingeladen, einen Blick in einen Tag der Ruine zu werfen. Das von Menschen unbewohnte Gebäude ist zu einem Spielplatz für allerlei Seelen geworden.Eine alte Frau tritt als Seele des gesamten Gebäudes hervor. Sie scheint sich in einem tiefen Schlaf zu befinden, wird aber durch das Eindringen der Menschen, das heißt des Publikums, zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder geweckt. Das schützende Tuch beginnt sich stark zu bewegen. Das Ticken der Uhr ist wieder hörbar, unsichtbare Gegenstände scheinen in Bewegung zu geraten.
Der Ausdruck des Butoh beinhaltet nicht nur, organische Wesen, etwa Menschen, Tiere oder Pflanzen zu tanzen, sondern auch anorganische Materialien, zum Beispiel Staub, Glas, Holz oder Nebel als Material für den Tanz zu verwenden. Die seelische Dimension dieser Objekte wird im Tanz ausgedrückt und die Atmosphäre alter Gebäude aus der Per spektive einer theatralischen Geschichte gesponnen. Die Erinnerung an das alte Gebäude vergegenwärtigt die Betriebsamkeit alter Tage, in denen es als gesellschaftlicher Treffpunkt florierte.
Maco und Hikaru von 4RUDE führen gemeinsam Regie und choreografieren das Stück; zwei weitere Performer*innen kommen hinzu, die regelmäßig an Kursen und Workshops von 4RUDE teilgenommen haben, um den speziellen Ausdrucksstil zu verstehen und die komplexen Techniken zu erlernen.
Ruine: Maco
Zugluft-Rückkehrer: Hikaru Inagawa
Gedächtnis: Adina Mohr, Rareș Grozea
Regie, Choreografie, Bühne, Lichtkonzept: Hikaru Inagawa
Choreografie, Kostüm: Maco
Musik: Masami Hirobe, Bogdan A.(drian) Opriou, Zenzai Kazuya u.a.
Musik struktur: Hikaru Inagwa
Technische Leitung: Tilman Agueras
Video by Elisa Intet
Produktion: Theater-Butoh Company 4RUDE
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(english)
Das Sein Ruinen (The Being -ruins-) | 4RUDE
World premiere
The latest Theatre-Butoh-Performance by 4RUDE deals with an invisible phenomenon - the existence of a "being" that you cannot touch, although it is real. Beauty and ugliness - violence and silence - moments of life and death are created through the dance of bodies.
The stage is a building that is doomed to decay after the last inhabitant has left it. Here is nothing but sealed past. And yet four performers tell of the existence of "being" right there. They impose physical limits on their bodies, which upset the habit of seeing.
The dance of the bodies with limited physical possibilities of movement will make time and also the changes in space perceptible. Through the energy in the moving bodies of the dancers, their flow (space) and speed (time) the "being" will become real.
Hikaru Inagawa and Maco direct and choreograph based on Butoh and classic Japanese body expression. It is their central artistic concept that space dances through the body, not through physical movement. In other words, it can be said that a dynamic space is created by the existence of a strong, present body.
With: Maco, Hikaru Inagawa, Adina Mohr and Rareș Grozea
Concept, Direction, Choreography, Stage design, Lighting concept: Hikaru Inagawa
Concept. Choreography, Costume: Maco
Production: 4RUDE
#4RUDE