Geschichte des Jazz 2: Barkeeper / Studio-Band: Was ist Swing?

Опубликовано: 06 Сентябрь 2026
на канале: Jazz-Dokumentationen
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Das ist Swing! Swing, das ist ja zweierlei: einmal der Musikstil und dann
auch noch das Feeling, das Gefühl, das sich mit dem Jazz verbindet. Wenn
etwas swingt das bedeutet: also ... also ... das ist äh ... ja, was ist das?
Könnt ihr mir sagen was das bedeutet, wenn die Musik swingt?

Klar: Swing ist wenns richtig groovt. Es ist wie wenn der Rhythmus und die
Betonung so natürlich kommen wie das Atmen. Ein bisschen verkrampft und schon
swingt es nicht mehr.

Ja im Grunde ist es egal was und wie du spielst. Nur der Fuß darf nicht dabei
stehen bleiben.

Passt auf! Ich kann nicht genau sagen was Swing ist. Der Rhythmus muss dabei sein. Es
muss sich bewegen. Swing das ist Bewegung, die sich im Klang verwirklicht. Wir
leben in einem Universum, das auf Zeit aufgebaut ist. Die besten Dinge darin
sind in Time und wenn es in Time ist, dann swingt es auch.

ahhh ...

Viel zu kompliziert. Swing, dass ist wie der Unterschied zwischen einen
richtigen und einen schwammigen Händedruck. Entweder hat man ihn oder hat
man ihn nicht. Let’s swing a melody.

Das ist wie eine Losung für den Swing. Das heißt, dass man die Melodielinien in
den Stücken wie in einem Ruf-Antwort-Spiel zwischen den Saxofonen und den
Blechbläsern sozusagen hin und her wirft. Dazwischen ist dann immer wieder Raum
für das eine oder andere Solo.

Anfang der 40er Jahre ging die Ära des Swing und der Big-Bands jedenfalls zu
Ende. Die arrangierten Parts hatten die Improvisation mehr und mehr in den
Hintergrund gedrängt und mancher Musiker empfand die Bigband geradezu als ein
Gefängnis. Für die zunehmende Kommerzialisierung wurde der Swing schließlich zu
einer versüßlichten europäisch gefärbten Schlagermusik.