Wir brauchen weiter eure Hilfe!

Опубликовано: 01 Сентябрь 2026
на канале: munichkyivqueer
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Ihr Lieben, wir brauchen immer noch Unterstützung. Falls ihr euch gefragt habt, warum ich so lange schweigen. Wir haben einfach viel zu tun. Aber dieser Krieg ist nicht vorbei!

Seit dem 24. Februar 2022 habt ihr, die Community in München und von sonstwo sowie unsere Allies 233.950 Euro für Munich Kyiv Queer gespendet, und dafür sind wir sehr dankbar. Von dieser Summe sind Stand heute noch 17.407 Euro übrig. Nicht gerade viel...

Dank euch konnten wir rund 700 LGBTIQ* in der Ukraine helfen, die ihre Arbeit, ihr Zuhause, ihre Freund*innen/Familien verloren haben oder auf der Flucht sind.

Queere Menschen in der Ukraine brauchen wie andere auch Lebensmittel, Kleidung, Hygieneartikel, Medikamente, Dokumente, Geld für psychologische Hilfe, für die Unterstützung ihrer Familien, für die Flucht. Aber sie sind eine vulnerable Gruppe, wie ihr wisst.

LGBTIQ* sind als Minderheit aufgrund von Diskriminierungserfahrungen in einer noch immer relativ homo- und transfeindlichen Gesellschaft oft traumatisiert und – obwohl die Akzeptanz gegenüber LGBTIQ* seit dem 24. Februar gestiegen ist – besonders schutzbedürftig. Ich zähle mal auf:

LGBTIQ* können nicht unbedingt auf stabile Familienstrukturen zählen. Freund*innenkreise, oft die Wahlfamilie, sind in den Fluchtbewegungen häufig auseinandergerissen worden. Viele queere Menschen sind isoliert.

Sie sind erpressbar durch Zwangs-Outing, müssen, soweit noch vorhanden, um Job und Wohnung fürchten. Angst vor Übergriffen und Gewalt beherrschen den Alltag.

Nicht mal die eigene (gleichgeschlechtliche) Beziehung, geschweige denn die eigene (Regenbogen-)Familie werden in der Ukraine rechtlich anerkannt. Was zum Beispiel dazu führen kann, dass die Behörden Hinterbliebene nicht informieren, wenn ihren Partner*innen im Einsatz etwas passiert. Paare auf der Flucht riskieren, getrennt zu werden.

Männer* und als Männer gelesene trans* Personen dürfen, sofern sie zwischen 18 und 60 Jahre alt sind, die Ukraine der Generalmobilmachung wegen nicht verlassen. Sie haben, aufgrund von Jobverlust, auch oft kein Geld, um sich die Dokumente ad hoc ändern zu lassen. Viele verstecken sich in Schutzunterkünften.

Es gibt in der Ukraine aber nur wenige Shelter explizit für queere Menschen, die einige, wenige LGBTIQ*-Organisationen betreiben. In der Regel landen sie bei der Flucht in Unterkünften, in denen sich die Betroffenen nicht outen können oder sich verstecken müssen.

Die queere Infrastruktur mit ihren Beratungsangeboten in den Großstädten ist teilweise zerstört. LGBTIQ*-Organisationen arbeiten unter erschwerten Bedingungen.

LGBTIQ* haben besondere medizinische Bedürfnisse, brauchen etwa HIV-Medikamente oder Hormone.

Dazu kommen die patriarchalen, heteronormativen Strukturen bei Polizei, in der Armee und der Territorialverteidigung. Sie können zur Herausforderung für queere Menschen werden, obwohl uns in der Mehrheit positive Berichte erreichen.

Munich Kyiv Queer unterstützt mit einer eigenen, privaten Spendenaktion über https://www.paypal.me/ConradBreyer die Menschen in der Ukraine. Die Hilfe ist direkt, schnell und gebührenfrei, wenn Ihr auf PayPal die Option "Für Freunde und Familie" wählt.

Alle Gesuche aus der Community werden in Zusammenarbeit mit unseren queeren Partner-Organisationen in der Ukraine akribisch geprüft.

Fotos: MKQ, privat, Erwin Harbeck

https://www.MunichKyivQueer.org/help oder
https://www.paypal.me/ConradBreyer

Wir sagen DANKE!

#StandWithUkraine #PowerForPeace #Ukraine #LGBTIQ #HumanRights