Turkey's economy growing faster than G20 and OECD members (GDP +5.9%)

Опубликовано: 25 Июнь 2026
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Die Wirtschaft der Türkei wächst schneller als die grössten Volkswirtschaften. Zum 13. Mal in Serie konnte das BIP der Türkei im 3. Quartal um 5,9% zum Vorjahr wachsen. Die türkische Regierung verfolgt seit 20 Jahren das Ziel, zu den 10 wirtschaftlich stärksten Nationen zu gehören. Die laufende Strategie des türkischen Wirtschaftsmodells hat den Wohlstand der Türken seither stark gesteigert, indem der Mindestlohn vom Jahr 2001 von umgerechnet 88 Dollar auf heute rund 500 Dollar pro Monat gesteigert wurde. Diese Einkommenssteigerung brachte allerdings auch höhere Preise mit sich, was für den Bürger auf den ersten Blick keine Vorteile im Inland aufzeigt, jedoch die Kaufkraft gegenüber dem Ausland stark erhöht wurde. Türken können heute einfacher ins Ausland reisen oder dort etwas einkaufen. Es war in den letzten 20 Jahren eine Lohn-Preis-Spirale im positiven Sinn zu beobachten.
Mit dem Wachstum der letzten 20 Jahre konnte die Türkei von einem Entwicklungsland mit dem nominalen BIP von unter 200 Milliarden Dollar auf über 900 Milliarden Dollar pro Jahr zu einem Schwellenland anwachsen. Aussagekräftig wird das Wachstum aber erst, wenn man das reale BIP pro Kopf im Land betrachtet, und dabei auch die Kaufkraft berücksichtigt. Damit steht die Türkei beim kaufkraftbereinigten BIP pro Kopf aktuell auf Rang 12 der grössten Volkswirtschaften der Welt. Das Ziel ist damit noch nicht ganz erreicht und dennoch ist die Leistung aussergewöhnlich, wenn man bedenkt, dass die Türkei in den letzten Jahren zahlreiche Krisen und Sanktionen vom Ausland hinnehmen musste.
Die türkische Lira wurde geschwächt durch Einflüsse ausländischer Sanktionen, insbesondere in den Jahren 2013 und 2018. Dann folgte im Jahr 2016 ein Putschversuch, und im Jahr 2023 auch noch ein Erdbeben, welches eine Fläche, so gross wie die Schweiz erschüttert hatte, und 13 Millionen Menschen vom Beben betroffen waren, was auch die türkische Lira immer wieder strapazierte. Die globalen Krisen, welche weltweit einen Einfluss auf die Weltwirtschaft nahmen, sind dabei noch nicht einmal erwähnt. Also scheint die Türkei Krisenresistent durch die Jahre zu gehen und wächst seit Jahren schneller an als alle G20- und OECD-Länder. Und das auch noch mit dem türkischen Wirtschaftsmodell, was in Europa als unorthodoxe Wirtschaftspolitik bezeichnet wurde.
Es ist dennoch nicht wegzudenken, dass eine hohe Inflation auch in Zukunft der Lira schaden könnte. Aber bisher hat die Wirtschaftsleistung der Türken auch nach Abzug der Inflationsrate einen markanten Gewinn verzeichnet. Denn nur so konnten die Löhne auch höher als die Inflation angehoben werden. Ausserdem konnte die Kaufkraft gesteigert werden, indem die Türkei immer mehr zum Selbstversorger wurde, nachdem die ausländischen Sanktionen die Türken dazu gezwungen haben, mehr einheimisch zu produzieren. Das ist heute in der Verteidigungsindustrie, aber auch in der Landwirtschaft zu beobachten.
Die Türkei besitzt die grösste Landwirtschaft in Europa und steht weltweit auf Platz 10. In der Honigproduktion und deren Export steht die Türkei an zweiter Stelle nach China. Auch mit Exporten von Spaghetti und Nudeln in 160 Ländern ist die Türkei weltweit an der Spitze zu finden. Die türkische Automobilindustrie steht in Europa auf Platz 4 und weltweit auf dem 14. Rang. Die Türkei war mit 51 Millionen Besuchern das fünftgrößte Land, das die meisten Touristen beherbergte. In der Baubranche werden jede Woche Tausende Fertiggestellte Wohnungen und Häuser an die Erdbebenopfer übergeben.
Im Vergleich zu den Industriestaaten, welche hochverschuldet sind, weist die Türkei nur sehr niedrige Staatschulden von 31,7% gemessen am BIP auf. Die Handelsbilanz in der Türkei könnte besser aussehen, denn sie ist noch immer im negativen Bereich. Das bedeutet, in der Türkei wird mehr importiert, als das Land exportieren kann. Der Grund dafür ist bekannt. Die Türkei importiert mehrere Tonnen an Gold, was deshalb die Handelsbilanz strapaziert. Weiter importiert die Türkei grosse Mengen an Energie, welche sie vom Ausland beziehen muss. Die vor vielen Jahren gestarteten Energieprojekte sollten in den nächsten Jahren entgegenwirken und die Handelsbilanz der Türkei in den positiven Bereich bringen. Auch ist mit dem Anstieg der Leitzinsen die Wirtschaftspolitik geändert worden und so hofft die Türkei, in wenigen Jahren auch die Inflation auf einen einstelligen Bereich zu senken. Die Türkei hat noch viel Potential, eine der grössten Wirtschaften zu werden, was die Investoren erkannt haben und gerade deshalb immer mehr in der Türkei investieren.