Turkey's economy continues to grow for 12 quarters (GDP Q2 2023)

Опубликовано: 15 Июль 2026
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12 Quartale in Folge konnte die türkische Wirtschaft wachsen, während andere Länder am Schrumpfen sind. Das stetige Wirtschaftswachstum in der Türkei geht also weiter. Das BIP der Türkei ist im Zeitraum von April bis Juli dieses Jahres, im 2. Quartal, um 3.5% gewachsen. Gegenüber dem letzten Jahr konnte das BIP sogar um 3.8% wachsen. Dennoch muss die Türkei noch einige Probleme lösen. Zu beobachten ist nämlich, dass die Menschen ihre Kauflaune verloren haben. Der Wert ist seit den Wahlen von guten 90% auf 68% zurückgegangen. Die Menschen klagen weniger Kaufkraft zu haben. Die Inflation ist wieder auf rund 50% gestiegen, nachdem diese seit einem Jahr am Sinken war. Seit den Wahlen wurde alles noch teurer als vorher. Insbesondere die Rentner kamen bei der letzten Gehaltsanpassung zu kurz. Während Arbeitsnehmer über 100% mehr Lohn innerhalb eines Jahres bekommen haben, wurden die Renten im Juli nur um rund 36% erhöht, was aktuell sogar unter der Inflationsrate liegt. Aber was hat die Kauflaune gesenkt? Warum ist die Kaufkraft zurückgegangen? Einer der Gründe ist die Zinswende der türkischen Zentralbank, die den Leitzins erhöht hat. Dann kamen einschneidende Veränderungen dazu, welche die türkische Wirtschaft gebremst hat. Im Februar 2023 gab es ein Erdbeben, welches eine Fläche, grösser als die Schweiz zerstört hat. 13 Millionen Menschen waren durch das Beben betroffen. Rund 800000 Gebäude in über 10 Grossstädten wurden zerstört. Der Schaden wird mit mehr als 100 Milliarden Dollar beziffert, was die Regierung für den Wiederaufbau benötigen wird. Für einige türkische Politiker der Opposition wäre ein Antrag beim IWF fällig, was die aktuelle Regierung möglichst vermeiden möchte. Denn leiht man Geld vom Internationalen Währungsfonds, dann werden dem Land Spielregeln auferlegt, was die türkische Regierung als Nachteil für die Türkei sieht. Eine Abhängigkeit vom IWF würde die Souveränität der Türkei, also die Unabhängigkeit im Handeln stark schmälern. Diese Abhängigkeit vom IWF konnte die Türkei im Jahr 2013 beenden und das soll laut Regierung auch so bleiben. Argentinien ist noch immer abhängig vom IWF und musste ihre eigene Wirtschaftspolitik aufgeben. Heute ist die Türkei in der Lage, Geldsummen dem IWF auszuleihen, und nicht umgekehrt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die türkische Regierung Geld benötigt und deshalb die Steuern für Luxusgüter und Benzin erhöhen musste. Die Zinswende und genannte Massnahmen haben die Inflation angeheizt und vom sinkenden Zustand von 38% erneut auf fast 50% erhöht. Zudem hat darauf auch die Lira an Wert verloren. Wer in der Türkei nach der Zinswende eine Immobilie kaufen will, wird wegen hohen Zinsen mehr bezahlen müssen. Deshalb sind auch die Mieten stark gestiegen. Mit der Zinswende erhofft sich die türkische Zentralbank, dass der Handel allgemein reduziert wird und die Menschen nur noch das nötigste Einkaufen werden. Der Leitzins wird bewusst erhöht, um die Kaufkraft der Menschen zu senken. Die Händler werden so weniger Waren verkaufen können. Bei fehlender Nachfrage sollten die Preise fallen. So kann die Zentralbank, die Geldmenge aus dem Kreislauf reduzieren. Das senkt die Inflation, aber auch das Wachstum und die Kauflaune der Menschen. Firmen werden nicht mehr investieren, weil der Geldbezug auf der Bank viel teurer geworden ist. In Deutschland hat diese Entwicklung zu einer schlechteren Wirtschaft und einer Rezession geführt. Für die türkische Regierung steht unverändert die Strategie im Vordergrund, die Türkei zu den 10 Stärksten Volkswirtschaften zu führen, ein Ziel welches durch Investition, Beschäftigung, Produktion, und Exporte erreicht werden soll. In der Türkei spricht man dabei vom türkischen Wirtschaftsmodell. Türken sollen so mehr Kaufkraft und Wohlstand bekommen. Und das nicht nur im Mittelstand, sondern auch bei Mindestverdienern. Dank der Wirtschaftspolitik der letzten 20 Jahre, mit durchschnittlich über 5% BIP-Wachstum pro Jahr, konnte der Wohlstand der Bevölkerung stark verbessert werden. Löhne wurden am Mindestlohn besser als der Inflationsentwicklung angepasst und damit real erhöht. Der monatliche Mindestlohn, der im Jahr 2002 umgerechnet noch 80 Dollar betragen hatte, steht heute brutto bei 13 Tausend 450 Lira, also bei 500 Dollar. Das hatte so für alle Arbeitsbranchen der Türkei positive Auswirkungen. Die Kaufkraft wurde in den letzten 20 Jahren erheblich gesteigert, so dass die türkische Wirtschaft gemessen am realen BIP pro Kopf von Rang 55. auf den Rang 12. der Volkswirtschaften aufsteigen konnte. Die Türkei wurde deshalb auch in die G20 aufgenommen. Das sind die 20 stärksten Wirtschaftsnationen der Welt. Am Ziel der Türkei, zu den 10 stärksten Volkswirtschaften zu gehören, bleibt die Regierung dran. Ob die Türkei es schaffen wird, das wird sich erst in den nächsten Monaten und Jahren zeigen.

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